Mini-Serie #WomenInScience Part 1

Léa Robert ist eine französische Chemieingenieurin und arbeitet seit mehr als 5 Jahren für unsere Unternehmung. Sie gibt uns einige Einblicke in ihre Geschichte und ihre Arbeit bei MOTOREX.

Der 11. Februar ist der offizielle Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft. Wir bei MOTOREX sind stolz darauf, verschiedene Wissenschaftlerinnen zu beschäftigen, die uns bei der Verbesserung und Entwicklung von Produkten höchster Qualität und der Lösung komplexer technischer Probleme unterstützen. In unserer Mini-Serie #WomenInScience stellen wir drei unserer Wissenschaftlerinnen vor, geben Einblicke in ihre Geschichte und ihre Arbeit bei MOTOREX.

Wir sitzen hier vor dem MOTOREX Forschungs- und Entwicklungslabor am Hauptsitz in der Schweiz mit Léa Robert, einer französischen Chemieingenieurin. Sie arbeitet seit mehr als 5 Jahre für unsere Unternehmung.

Liebe Léa, wann hast du dich dazu entschieden, Chemieingenieurin zu werden?
Das erste Mal kam ich mit dem Thema während meiner ersten Physik- und Chemiekurse in der Schule in Berührung. Da war ich etwa 13 Jahre alt. Wir experimentierten mit verschiedenen Flüssigkeiten, indem wir sie mischten, um eine chemische Reaktion zu erzeugen. Ich war fasziniert von den Farben, Texturen und der Kreativität, die in dieser Arbeit steckt. Diese Erfahrung liess mich die Welt mit anderen Augen sehen. Tatsächlich ist Chemie überall, man muss sich nur umschauen. Sie steckt in deiner Kleidung, deiner Uhr, deiner Brille und vielen anderen Alltagsgegenständen. Wenn wir kochen, ist das im Grunde Chemie. Deshalb öffnet das Verständnis für die Prinzipien der Chemie viele Türen zu verschiedenen Berufsfeldern.

Und dann hast du dein Studium an der Hochschule für Chemieingenieurwesen in Compiègne in Nordfrankreich begonnen?
Ganz genau. Der Aufbau dieses Studiums war sehr interessant, da man viele Praktika absolviert. Man sammelt Eindrücke als Arbeiter, Techniker und Ingenieur. Das hilft, die verschiedenen Positionen und ihre Herausforderungen zu verstehen. Es bietet eine gute Basis für eine zukünftige Führungsrolle. Nach dem Studium hatte ich die Möglichkeit, in den Niederlanden bei einem Baustoffproduzenten und später bei einem Unternehmen für Metallbearbeitungsschmierstoffe zu arbeiten, um erste Berufserfahrungen zu sammeln.

Wie bist du zu MOTOREX gekommen?
Ich war auf der Suche nach einer Möglichkeit in der Forschung und Entwicklung im Bereich der Formulierung und wollte meinen Horizont erweitern. Bei MOTOREX fand ich ein interessantes Angebot, dass zu meinen Fähigkeiten passte und ich bewarb mich auf die Stelle. Als ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, war es für mich das erste Mal, dass ich die Schweiz besuchte. Ich erinnere mich noch daran, wie ich im Zug nach Langenthal sass und von der schönen Natur, den Bergen und der Landschaft begeistert war. Ich hatte auch ein interessantes Angebot aus Cambridge in England, aber ich bin froh, dass ich stattdessen bei MOTOREX eingestiegen bin. Am Anfang war es ziemlich schwierig, da ich die Sprache nicht kannte und mich gleichzeitig an ein neues Land, einen neuen Job und eine neue Kultur anpassen musste. Die Firma hat mich aber sehr gut unterstützt, um den ganzen Papierkram zu erledigen, eine Wohnung zu finden und mich richtig zu integrieren.

Was fasziniert dich an Ihrer täglichen Arbeit?
Mir gefällt es sehr, dass sich unsere Arbeit in konkreten Anwendungen manifestiert. Es inspiriert mich, Dinge zu tun, die anderen Menschen das Leben erleichtern. Zu sehen, wie Kunden oder Angehörige MOTOREX-Motorenöle verwenden, die ich im Labor in Langenthal entwickelt habe, das ist für mich die schönste Belohnung. Zudem ist kein Tag wie der andere und es wird nie langweilig. Es ist eine sehr kreative Arbeit, es gibt immer etwas zu kreieren oder zu verbessern.

Kannst du uns etwas über eines deiner aktuellen Projekte erzählen?
Meine Hauptaufgabe ist es, neue Produkte zu entwickeln und bestehende Rezepte zu verbessern. In mein Gebiet fallen alle Motorenöle, Nutzfahrzeug-Getriebeöle sowie einige industrielle Ketten- und Gleitbahnöle. Das Ziel ist es, die Bedürfnisse unserer Kunden zu evaluieren und zu verstehen, ob wir ihnen mit bestehenden Produkten helfen können oder ob wir eine spezifische, massgeschneiderte Rezeptur für die Anwendung des Kunden entwickeln dürfen.

In der Forschung müssen wir viel untersuchen und ausprobieren, bis wir das Endprodukt erhalten. Wenn aber etwas nicht funktioniert, ist das keine Niederlage, sondern viel mehr ein neues Lernen, um schliesslich die richtige Lösung zu finden. Jeder Tag ist eine Herausforderung, aber das ist es, was mich vorantreibt.

Wie beurteilst du die aktuelle Rolle der Frauen in der Wissenschaft?
Meine Eltern haben meine Wahl sehr gut akzeptiert. Sie waren vielleicht ein bisschen überrascht, aber sie haben mich auf meinem Weg unterstützt. In der Ingenieurschule gab es eine gesunde Mischung zwischen Mann und Frau und ich glaube, dass Frauen im Bereich der Chemie sehr gut akzeptiert werden. Aber es kommt sicher auf die Branche an, denn es gibt Wissenschaftszweige, die noch sehr männerdominiert sind. Rückblickend auf Zeiten von Marie Curie (erste Frau, die 1903 den Nobelpreis erhielt), die kämpfen musste, um im Labor arbeiten zu können, hat sich die Situation definitiv verbessert.

Viele Leute sagen, dass wir eine eher männerdominierte Branche sind, stimmen Sie dem zu?
Ich glaube, dass Frauen überall arbeiten können, daher glaube ich nicht, dass es wirklich noch eine männlich dominierte Industrie gibt. Es stimmt, dass es einige Themen gibt, die potenziell mehr Männer anziehen, aber ich denke, es kann auch für uns Frauen sehr interessant sein. Ich bin super froh, mehr über Motor- und Getriebeöle zu wissen, aber auch über die Motoren. Über diese Themen kann ich auch mit meinen Freunden diskutieren und ihnen ein paar Tipps geben.

Ich glaube aber, dass wir noch besser daran arbeiten können, mehr Frauen für unsere Branche zu begeistern. Daher ist es wichtig, auch zu zeigen, dass Jobs in unserer Branche für jeden zugänglich sind, auch in höheren Positionen.

Hast du eine Botschaft für die kommende Generation von Wissenschaftlerinnen?
Wenn du dich für diesen Bereich interessierst, solltest du dich nicht einschränken. Denke nicht darüber nach, ob es eher etwas für Männer oder Frauen ist, sondern nur darüber, ob es dir gefällt oder nicht. Frauen sind in der Lage, das Gleiche oder sogar mehr zu leisten als Männer. Zögere also nicht, glaub an dich und pack es an! Es gibt etliche Möglichkeiten in diesem Bereich und es ist wirklich aufregend!

 

- Danke Léa für deine interessanten und aufschlussreichen Antworten.

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