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Tribologie

a

Ablagerungen

Russ- oder Schmutzpartikel; entstanden durch Ölalterung, mech. Verschleiss, Verbrennungsrückstände, hohe thermische Belastung. Treten im Verbrennungsraum, in Filtern, im Ölsumpf und an thermisch hochbelasteten Teilen auf.

Abschmierfette

Weiche, gut förderbare Schmierfette meistens auf Kalzium- oder Lithiumseifenbasis, wasserabweisend mit gutem Haftungsvermögen.

Abschrecköl

Öle zum Abschrecken und Vergüten (Entspannen) von Stahl bei dessen Wärmebehandlung.

ACEA

Association des Constructeurs Europeéns d’Automobiles. Nachfolgeorganisation von CCMC und CLCA. Vertritt die europäische Automobilindustrie auf dem Gebiet der Betriebsstoffe (Treib- und Schmierstoffe).

ACEA Normen sind in vier Klassen aufgeteilt:

  • A für Benzinmotoren
  • B für Dieselmotoren
  • C für Normerweiterung für Abgasreinigungssysteme wie DPF¹ / TWC².
  • E für schwere Dieselmotoren in Nutzfahrzeugen

Andere Klassen sind in der Zukunft geplant, namentlich für Gasmotoren.

ACEA Testsequenzen:
Gibt Auskunft über die Anforderungen und die Leistung der Öle. Der Motorenhersteller gibt die entsprechende Sequenz, z.B. A3/B4 für einen Motor frei.

A1/B1, A3/B3, A3/B4, A5/B5

=> Benzin und Dieselmotoren in PKW, Kombi und Van

C1, C2, C3, C4

=> zusätzlich für DPF1 und TWC2, Low SAPS, Mid SAPS

E1, E2, E3, E4, E5, E6, E7

=> Dieselmotoren in LKW und Bus / heavy duty diesel enginges

 

¹ Diesel Partikel Filter
² Drei Wege Katalysator

ACEA / Benzin- und leichte Dieselmotoren ab 2007: 

A1/B1

A1/B1 = Für Benzin- und leichte Dieselmotoren, reibungsarme Öle mit sehr niedriger Viskosität zur Kraftstoffeinsparung.
HTHS > 2.9 <3.5 mPas.
Besondere Zulassung des Herstellers erforderlich.

A3/B3

Für Hochleistungs Benzin- und leichte Dieselmotoren, scherstabiles „STAY in GRADE“ Motorenöl. Für verlängerte Serviceintervalle je nach Hersteller HTHS > 3.5 mPas.

A3/B4

Für Hochleistungs Benzin- und leichte Dieselmotoren mit Direkteinspritzung (Pumpe-Düse, Common Rail), scherstabiles „STAY in GRADE“ Motorenöl, auch einsetzbar gemäss A3/B3. Verlängerte Serviceintervalle sind möglich je nach Hersteller.   HTHS > 3.5 mPas.

A5/B5

Für hochbelastete Benzin- und leichte direkteingespritzte Dieselmotoren, reibungsarme Öle mit sehr niedriger Viskosität zur Kraftstoffeinsparung, scherstabiles „STAY in GRADE“ für verlängerte Serviceintervalle. HTHS > 2.9 <3.5 mPas.  Besondere Zulassung des Herstellers erforderlich.

ACEA / Kompatible Öle für abgasnachbehandelte Motoren in PKW und light Truck:

C1

Scher stabiles "STAY in GRADE" Motorenöl, welches speziell für 3 Weg Katalysatoren und Dieselpartikelfilter in hochleistungs PKW und light Truck für Diesel- und Benzinmotoren geeignet ist. Sehr niedriger Reibwert, niedrige Viskosität, sehr niedrige SAPS Werte und ein HTHS von ≥ 2.9mPa.s. zeichnen diese Öle aus. Diese Öle unterstützen die Langlebigkeit der Abgasnachbehandlungssysteme und sparen Kraftstoff. Besondere Zulassung des Herstellers erforderlich.

C2

Scher stabiles „STAY in GRADE „ Motorenöl, welches speziell für 3 Weg Katalysatoren und Dieselpartikelfilter in hochleistungs PKW und light Truck für Diesel- und Benzinmotoren geeignet ist. Sehr niedriger Reibwert,  niedrige Viscosität, niedrige SAPS Werte und ein HTHS von ≥2.9mPa.s. zeichnen diese Öle aus.  Diese Öle  unterstützen die Langlebigkeit der Abgasnachbehandlungssysteme und sparen Kraftstoff.
Besondere Zulassung des Herstellers erforderlich.

C3

Scher stabiles „STAY in GRADE „ Motorenöl, welches speziell für 3 Weg Katalysatoren und Dieselpartikelfilter in hochleistungs PKW und light Truck für Diesel- und Benzinmotoren geeignet ist. Diese Öle  unterstützen die Langlebigkeit der Abgasnachbehandlungssysteme. HTHS ist >3.5 mpa.s.
Besondere Zulassung des Herstellers erforderlich.

C4

Scher stabiles „STAY in GRADE „ Motorenöl, welches speziell für 3 Weg Katalysatoren und Dieselpartikelfilter in hochleistungs PKW und light Truck für Diesel- und Benzinmotoren geeignet ist. Diese Öle  unterstützen die Langlebigkeit der Abgasnachbehandlungssysteme. HTHS ist >3.5 mpa.s.
Besondere Zulassung des Herstellers erforderlich.

ACEA / Schwere Dieselmotoren:

E1

Nicht mehr gültig seit Oktober 1999

E2

Für den Standardeinsatz in unaufgeladenen und leicht aufgeladenen Dieselmotoren. Einsatzbedingungen leicht bis mittel. Entspricht ungefähr MB 228.1, MAN M 271

E3

Motorenöle dieser Kategorie bieten effektive Kontrolle von
Kolbensauberkeit, Zylinderverschleiss und von Russ sowie Schmierstoffstabilität. Diese Öle werden verwendet in Diesel Motoren, die den Emissionsstandards nach EURO 1 und EURO 2 entsprechen und unter schweren Bedingungen eingesetzt sind. Sie sind ebenfalls geeignet für verlängerte Ölwechselintervalle unter Berücksichtigung der jeweiligen Herstellerempfehlungen. 
Entspricht ungefähr MB 228.3, MAN 3275

E4

Scherstabiles Motorenöl für schwere abgasoptimierte Dieselmotoren EURO 1 bis 4. "STAY in GRADE" stark erschwerte Einsatzbedingungen. Für extrem lange Intervalle je nach Hersteller. Entspricht ungefähr MB 228.5, MAN 3277.

E5

Diese stabilen, "STAY in GRADE" Motorenöle bieten effektive Kontrolle von Kolbensauberkeit, Zylinderverschleiss. Weiterhin bieten sie im  Vergleich zu ACEA E3  verbesserten Verschleissschutz und bessere  Kontrolle von Ablagerungen in Turboladern und von Russ, sowie höhere Schmierstoff-stabilität. Diese Öle werden verwendet in schweren Diesel Motoren, die den Emissionsstandards nach EURO 1, EURO 2 und EURO 3 entsprechen, und unter schweren Bedingungen eingesetzt sind. Verlängerte Ölwechsel-intervalle unter Berücksichtigung der jeweiligen Herstellerempfehlungen.

E6

Scherstabile "STAY in GRADE" Öle, welche äusserste Kolbensauberkeit, hohen Verschleissschutz, effizientes verhindern von Russablagerungen und stabile Schmierfähigkeit garantieren. Sie wurden entwickelt für den Einsatz in schweren Hochleistungs-Dieselmotoren, welche die Abgasnormen EURO 1, EURO 2, EURO 3 oder EURO 4 unter sehr harten Bedingungen erfüllen. Extrem lange Serviceintervalle sind möglich je nach Herstellervorschriften. Diese Öle sind für Motoren mit EGR mit oder ohne Partikelfilter und SCR NOx Reduktionssystem ausgelegt. Die E6 Qualität benötigt Kraftstoffe mit max. 50 ppm Schwefel.
Besondere Zulassung des Herstellers erforderlich.

E7

Scherstabile "STAY in GRADE" Öle, kontrollieren die Kolbensauberkeit und verhindern die Siegelflächenbildung (bore polishing). Weiter zeichnen sie sich aus durch hohen Verschleissschutz, geringe Ablagerung im Turbolader und stabile Schmierfähigkeit. Sie wurden entwickelt für den Einsatz in schweren Hochleistungs-Dieselmotoren, welche die Abgasnormen EURO 1, EURO 2, EURO 3 oder EURO 4 unter sehr harten Bedingungen erfüllen. Extrem lange Serviceintervalle sind möglich je nach Herstellervorschriften. Diese Öle sind für Motoren mit EGR ohne Partikelfilter und SCR NOx Reduktionssystem ausgelegt.
Besondere Zulassung des Herstellers erforderlich.

E9

Scherstabile "STAY in GRADE" Öle, kontrollieren die Kolbensauberkeit und verhindern die Spiegelflächenbildung (bore polishing). Weiter zeichnen sie sich aus durch hohen Verschleissschutz, geringe Ablagerung im Turbolader und stabile Schmierfähigkeit. Sie wurden entwickelt für den Einsatz in schweren Hochleistungs-Dieselmotoren, welche die Abgasnormen EURO l, EURO ll, EURO lll, EURO lV oder EURO V unter sehr harten Bedingungen erfüllen. Extrem lange Serviceintervalle sind möglich je nach Herstellervorschriften. Diese Öle sind für Motoren mit EGR ohne Partikelfilter und SCR NOx Reduktionssystem ausgelegt. E9 wird empfohlen für Motoren mit Dieselpartikelfiltern und ist entwickelt für Dieselkraftstoff mit tiefem Schwefelanteil. Besondere Zulassung des Herstellers erforderlich.

Additive

Öllösliche Stoffe, die zur Erzielung und zur Optimierung gewisser Eigenschaften den Schmierstoffen beigemischt werden. Sie beeinflussen durch chemische oder physikalische Wirkung zum Beispiel: Viskositäts-Temperatur-Verhalten, Stockpunkt, Fliessfähigkeit, Oxydationsstabilität, Schaumbildung, Reinigungsvermögen, usw.

AGMA-Spezifikationen

American Gear Manufacturers Association. Schmierstoffempfehlungen für offene und geschlossene Industriegetriebe. Einteilung in neun Viskositätsbereiche.

Alterung

Unerwünschte chemische Veränderung von mineralischen und synthetischen Produkten während des Gebrauches und während der Lagerung.

Alterungseigenschaften

Dienen zur Beurteilung der Dauer der Brauchbarkeit eines Schmieröls für den spezifischen Verwendungszweck.

Altöle

Gebrauchte Schmieröle, die durch Alterung und Verschmutzung zur Wiederverwendung als Schmieröle ungeeignet sind.

Aluminiumkomplex-Schmierfette

Sind sehr wasserbeständig, lassen sich leicht fördern und scheiden kaum Öl aus. Haben einen hohen Tropfpunkt (bis über 230 °C) und gute Hochdruckeigenschaften. Einsatztemperaturen bis ca. 160 °C.

Antioxidantien

Chemische Zusätze, die die Schmierölalterung erheblich verzögern.

API

Das American Petroleum Institute gliederte die Anforderungen verschiedener amerikanischer Motorenhersteller in ein System von Leistungsklassen (Klassifikationen) ein. Dabei wird zwischen PW-Getriebeölen, Motorenölen für Otto-Motoren und solchen für Dieselmotoren unterschieden. Das American Petroleum Institute teilt nach folgenden Leistungsklassen auf:

API Klassifikation für Benzinmotoren:

Kategorie

Status 

Beschreibung

SN

 

Seit Oktober 2010 für Fahrzeuge ab 2011 und älter. Höhere Anforderung gegen Ablagerungen am Kolben bei Hochtemperatur, bessere Kontrolle gegenüber Schlammbildung und Dichtungsverträglichkeit. API SN mit (Recource Conserving) erfüllt ILSAC GF-5 in Bezug auf Kraftstoffeinsparung, Schutz des Turboladers, der modernen Abgasnachbehandlungssysteme und Schutz der Funktion des ganzen Motors beim Einsatz von Kraftstoff-Ethanol-Gemisch bis E85.

SM

Aktuell

Für Motoren ab 2005. API SM Öle zeichnen sich durch einen verbesserten Oxidationsschutz, geringere Ablagerungs-Neigung, besseren Verschleissschutz und  höhere treibstoffsparende Eigenschaften aus.

SL

Aktuell

Für Motoren ab Jahrgang 2001.

SJ

Aktuell

Für Motoren ab Jahrgang 1997.

SH

Veraltet

1994. Nur Änderungen bei Motortests.

SG

Veraltet

Für Motoren ab Jahrgang 1989.

SF

Veraltet

Für Motoren ab Jahrgang 1980.

SE

Veraltet

Für Motoren ab Jahrgang 1972.

SD

Veraltet

Für Motoren ab Jahrgang 1968.

SC

Veraltet

Für Motoren ab Jahrgang 1964.

SB

Veraltet

Minimale Verschleissschutzanforderungen.

SA

Veraltet

Keine Performence Anforderungen. Nicht addivierte Mineralöele.

API Klassifikation für Dieselmotoren:

CJ-4

Aktuell

Eingeführt 2006. Für hochdrehende 4-Takt- Motoren mit den 2007 eingeführten Emissionsgrenzwerten. CJ-4  Öle sind für Motoren mit Abgasnachbehandlung ( DPF) konzipiert. Sie sind ausgelegt für die Verwendung von Dieselkraftstoff mit einem S-Gehalt von bis zu 0,05%. Kann anstelle von CF-4, CG-4, CH-4 , Ci-4 und CI-4 Plus eingesetzt werden.

CI-4

Aktuell

Eingeführt September 2002. Für hochdrehende 4-Takt- Motoren mit den 2002 eingeführten Emissionsgrenzwerten welche ab 2004 gültig sind. CI-4 Öle sind für Motoren mit Abgasrückführung und langer Lebensdauer konzipiert. Für die Verwendung von Dieseltreibstoff mit S- Gehalt bis 0,5%. Kann anstelle von CD-, CE-, CF-4, CG-4, CH-4 Ölen eingesetzt werden.

CH-4

Aktuell

Eingeführt Dezember 1998. Für hochdrehende 4-Takt- Motoren mit `98-er Emissionsgrenzwerten. Für die Verwendung von Dieseltreibstoffen mit S.-Gehalt bis 0,5%. Kann anstelle von  CD-, CE-, CF-4, CG-4  Ölen eingesetzt werden.

CG-4

Aktuell

Eingeführt 1995. Für hochdrehende 4-Takt- Motoren mit `94-er Emissionsgrenzwerten. Für die Verwendung von Dieseltreibstoff mit S-Gehalt unter 0,5%. Kann anstelle von CD-, CE-, CF-4 verwendet werden.

CF-4

Aktuell

Eingeführt 1990. Für hochdrehende 4-Takt-Saug-und Turbomotoren. Kann anstelle von CD, und CE Ölen eingesetzt werden.

CF-2

Aktuell

Eingeführt 1994. Für hochbelastete 2-Takt- Motoren. Kann anstelle von CDII Ölen eingesetzt werden.

CF

Aktuell

Eingeführt 1994. Für off-road, indirekt eingespritzte und andere Dieselmotoren, inklusive solcher, welche Treibstoff mit einem S-Gehalt von über 0,5% einsetzen. Kann anstelle von CD Ölen eingesetzt werden.

CE

Veraltet

Eingeführt 1987. Für hochdrehende 4-Takt- Saug- und Turbomotoren. Kann anstelle von CC und CD eingesetzt werden.

CD II

Veraltet

Eingeführt 1987. Für 2-Takt Motoren.

CD

Veraltet

Eingeführt 1955. Für Saug- und Turbomotoren.

CC

Veraltet

Für Motoren ab 1966.

CB

Veraltet

Für mittelbelastete Motoren gebaut zwischen 1949 bis 1960.

CA

Veraltet

Für leichtbelastete Motoren der `40-er und `50-er Jahre.

API-Klassifikation für PW-Getriebeöle (Gear Lubricant)
Getriebeöle werden mit der Klassifikation GL 1 bis GL 5 bezeichnet. Je nach Anwendung, Bauart des Getriebes und Belastung kommt ein Produkt mit der geforderten Klassifikation zum Einsatz. So ist GL1 z.B. ein unlegiertes Öl für Zahnrad- und Schneckengetriebe sowie für schräg- und bogenverzahnte Achsantriebe mit geringen Belastungen. Heute werden hauptsächlich GL 4- und GL 5-Spezifikationen vom Markt verlangt. Mit der GL 5-Klassifikation sind Getriebeöle für hochbeanspruchte hypoidverzahnte Achsantriebe, teilweise auch Schalt- und Sondergetriebe abgedeckt. GL 6-Öle für extrem hochbelastete Achsantriebe wurden inzwischen zurückgezogen.

API-Klassifikation für Motorenöl (Service-Klassen)
Diese Spezifikationen sind sehr gebräuchlich. Motorenöle für Otto-Motoren (Benzin) werden in die Klassen SA bis SH eingeteilt. Enthielten Produkte der SA-Generation kaum Addivites (unlegiert), erhielten die Folgegenerationen SB und SC milde Legierungen mit Wirkstoffen gegen Verkokung, Kaltschlamm, Alterung, Korrosion und Verschleiss. 1968 entsprach die SD-Klasse den erhöhten Anforderungen der Automobilhersteller. Stärkere Motoren und neue Verkehrssituationen (stop-and-go-Verkehr), forderten in den 70iger und 80iger Jahren die Folgegenerationen SE, SF und SG-Motorenöle für höchste Anforderungen. Seit 1993 ist die SH-Spezifikation im Gebrauch. Sie legt zusätzlich den Verdampfungsverlust (NOACK), Filtrierbarkeit, Schaumverhalten und Flammpunkt fest.

API-Klassifikation für Motorenöl (Commercial-Klassen)
Motorenöle für Diesel-Motoren werden in die Klassen CA bis CG eingeteilt. Auch bei dieser Schmiermittel-Klassifikation kann dieselbe Evolution wie bei den Service-Klassen beobachtet werden. Heute interessieren uns besonders die Klassen CD für schwerbelastete Diesel-Motoren mit und ohne Aufladung, CE für schwerstbelastete und schnellaufende Diesel-Motoren mit und ohne Aufladung und stark wechselnder Belastung. CF ersetzt ab 1994 CD. Interessant ist die neugeschaffene CF-2- für Zweitakt-Dieselmotoren und CF-4-Spezifikation, welche CE ablöst und weitere Werte wie Verdampfungsverlust und Kolbensauberkeit festlegt. Ab Juni 1994 berücksichtigt die CG-Spezifikation auch die Emissionsbegrenzungen der modernsten Motorengeneration.

AROMATEN

Kohlenwasserstoffverbindungen mit ringförmiger Molekülstruktur. In Schmierstoffen ergeben sie ein schlechtes Viskositäts-Temperatur-Verhalten (siehe VI) und haben einen ungünstigen Einfluss auf die Oxidationsbeständigkeit. Werden als Zusatz gegen das Verbrennungsklopfen dem Kraftstoff von Ottomotoren beigemischt. Wegen der cancerogenen Wirkung prozentual immer mehr begrenzt.

ASCHE

Mineralischer Rückstand, der beim Veraschen von Schmierstoffen als Oxid (Oxidasche) oder Sulfat (Sulfatasche nach vorheriger Zugabe von Schwefelsäure) verbleibt.

ASPHALT

Ein aus Bitumen und mineralischen Baustoffen (Sand u.a.) bestehendes Gemisch.

AUSBLUTEN

Das im Schmierfett enthaltene Schmieröl wird von dem Seifengerüst getrennt. Das Ausbluten des Fettes an der Schmierstelle kann bedeuten, dass das Fett nicht genügend walkstabil und ⁄ oder temperaturbeständig ist.

AUTOMATIC TRANSMISSION FLUID (ATF)

ATF’s sind Spezialschmierstoffe mit besonderen und hohen Anforderungen für automatische Getriebe. Gefordert ist ein sehr gutes Temperaturverhalten, Scherstabilität, hohe Oxidationsstabilität und ein ausgezeichnetes Antischaumverhalten und Luftabgabevermögen. Die zurzeit verwendeten Spezifikationen sind sehr umfangreich.

Hier die aktuellsten: GM Dexron III, FORD Mercon, MB 236.8, etc.

b

BAKTERIENBEFALL

Wassergemischte Kühlschmierstoffe (z.B. Emulsionen) bieten einen guten Nährboden für Bakterien, Hefen und Pilze. Bakterizide schützen die Emulsion vor Bakterienbefall, der sich auch durch üblen Geruch, Korrosion an Werkstücken, Abfall des pH-Wertes, usw. bemerkbar machen kann.

BARIUMKOMPLEXSEIFEN-SCHMIERFETTE

Schmierfette mit guten Hochdruckeigenschaften und hoher Wasserbeständigkeit.

BARIUMSEIFEN-SCHMIERFETTE

Schmierfette aus Bariumseifen und Mineral- bzw. synthetischen Ölen. Stark wasserabweisend, scherstabil, weisen aber meist ein schlechtes Tieftemperatur-Verhalten auf.

BARREL (ENGL. FASS)

Das Barrel ist ein internationales Hohlmass, welches in der Mineralölbranche seit Beginn der Erdölförderung verwendet wird. Fördermengen und Preisnotierungen werden in Barrel bzw. $/Barrel festgelegt. 1 Barrel = 42 US-Gallonen = 159 Liter.

BASISÖL

Wesentliche Anteile von Mineral- bzw. Syntheseölen in gemischten bzw. legierten Schmierölen wie Motoren- und Getriebeölen oder in Produkten wie Schmierfetten. Art und Menge der Grundöle sind mitentscheidend für Eigenschaften wie Viskositäts-Temperatur-Verhalten, Oxidationsbeständigkeit, Ansprechbarkeit auf die Additivierung usw.

BATCH-BLENDING

Mischen und Additivieren von Mineral- und Syntheseöl-Produkten in beheizbaren Mischkesseln mit Rührwerken (MOTOREX-Mischer: 0,3 – 20 m3). Die Temperatur muss so gewählt werden, dass sich sämtliche zu mischenden Anteile homogen verteilen und trotzdem keine unerwünschten Reaktionen auftreten.

BENTONITE

Mineralien (z.B. Alu-Silikate, Montmorillonit usw.), die als Eindicker zur Herstellung temperaturbeständiger Schmierfette mit guten Kälteeigenschaften dienen.

BENZINE

Sind Kohlenwasserstoffe des Erdöls, die im Siedebereich von ca. 25 °C bis ca. 215 °C liegen. Sie teilen sich auf in:

A. Rohbenzine (Naphtha)
Ausgangsprodukte für die Petrochemie und Zwischenprodukte wie Äthylen, Propylen, usw.

B. Spezial- und Testbenzine
Für verschiedene Anwendungen wie für Reiniger, Verdünner, Benzine für chemische präperative und analytische Zwecke, usw.

C. Motorenbenzine
Nach spezieller Raffinerietechnik hergestellte Ottokraftstoffe (ketten- und ringförmige Kohlenwasserstoffgemische) in den bekannten Qualitäten an den Tankstellen

D. Flugturbinenkraftstoffe
Für Strahltriebwerke (Düsen, Turbinen), auch Kerosin genannt

E. Flugbenzine
Für Flugzeuge mit Kolbenmotoren (Sportflugzeuge)

BENZOL

Ringförmiger Kohlenwasserstoff, der als Destillationsprodukt beim Verkoken von Steinkohle oder auch bei Crack-Prozessen (siehe Crack-Verfahren) entsteht.

BETONTRENNMITTEL

Auch Schalungs- oder Formenöle genannt. Anwendung in der Bauindustrie als Trennschicht bei Holz- oder Stahlschalungen. Einsatz als Öl, Öl-in-Wasser- oder Wasser-in-Öl-Emulsion.

BIOLOGISCH ABBAUBARE SCHMIERMITTEL

Darunter wird die von Mikroorganismen beschleunigte biochemische Zersetzung organischer chemischer Verbindungen verstanden. Mikroorganismen, wie Bakterien, Pilze, Einzeller usw. bewirken durch die sog. Bio-Oxidation, den biologischen Abbau. Dieser verläuft in mehreren Stufen unter Entstehung von CO2, Wasser, Eiweiss-Zellmaterial und Vermehrung der Mikroorganismen. Es gibt z.Z. drei Gruppen von biologisch rasch abbaubaren Schmierstoffen: Polyäthylenglykole, Pflanzenöle und bestimmte synthetische Ester. Sie dienen als Basis für 2T-Öle, Ketten-, Trenn-, Schmier- und Hydrauliköle, Fette usw.

BITUMEN

Fällt bei der schonenden Aufarbeitung von Rohölen (Rückstand der Vakuumdestillation) an. Dunkelfarbige, halbfeste, schmelzbare hochmolekulare Kohlenwasserstoffgemische. Verwendung findet Bitumen im Asphalt, als Isoliermittel usw.

BLANKHÄRTEÖLE

Sehr alterungsbeständige hochwertige Raffinate, unlegiert oder inhibiert, die keine Ablagerungen von Rückständen auf dem Werkstück verursachen.

BLENDEN (BLENDING)

Veredeln von Mineralölprodukten durch Additives nach einer Rezeptur. Der delikate Mischvorgang erfolgt im Tank oder Kessel als «Batch Blending» oder in computergesteuerten Mischanlagen während 2 bis 5 Stunden bei Temperaturen

zwischen 60 und 110 °C.

BOHRÖLE

Mit Wasser emulgierbare Mineralöle zur Herstellung von Emulsionen (Mineralöl + Emulgator + Stabilisator) als Metallbearbeitungs-Flüssigkeit.

BRECHUNGSINDEX

Gibt die Ablenkung eines Lichtstrahls bestimmter Wellenlänge beim Durchgang durch einen Stoff an, z.B. zum Identifizieren von Ölen. Gibt Aufschluss über die molekulare Zusammensetzung.

BRENNPUNKT

Niedrigste Temperatur, bezogen auf einen bestimmten Druck, bei der die Dämpfe einer gleichmässig höher erwärmten Flüssigkeit nach der Entzündung durch eine Flamme mindestens fünf Sekunden lang weiterbrennt: DIN ISO 2592.

BRENNWERT (HO)

ist der Quotient aus der bei vollständiger Verbrennung einer bestimmten Brennstoffmenge frei

werdenden Wärmemenge: DIN 5499; 51900 T1/T2/T3.

BRIGHTSTOCK

Hochviskoser, raffinierter heller Schmierölrückstand. Besitzt ein sehr gutes Schmierverhalten und ist Mischkomponente in Schmierölen.

BRÜNIERÖLE

a) Öl zum Entfernen von Salzresten auf Werkstücken aus Brüniersalzlösungen

b) Öl zum Schwärzen der Oberfläche von Stahlteilen.

BUTAN

Bei Normal-Temperatur gasförmiger Kohlenwasserstoff C4H10: DIN 51 622.

c

CCMC

Commitee of Common Market Automobile Constructors, Zusammenschluss der europäischen Automobilhersteller. CCMC besteht in dieser Form nicht mehr (siehe ACEA). Die von CCMC erlassenen Spezifikationen sind aber noch immer gültig.

CCMC-Motorenöl-Spezifikationen:
Für Otto-Motoren (Gasoline-engines)

CCMC

API

MIL

G 1
(zum 31.12.89 zurückgezogen)

SE/CC 46 152 A
G2
(Nachfolge-Spezifikation ist G 4)
SF/CC 46 152 B
G 3
(Nachfolge-Spezifikation ist G 5)
SF low viscosity

46 152 low viscosity

G 4
(ersetz ab 1.1.90 G 2)
SG 46 152 D
G 5
ty
(ersetz ab 1.1.90 G 3)
SG low viscosity 46 152 D low viscosity

CCMC-Motorenöl-Spezifikationen:
Für Diesel-Motoren (Diesel-Engines)

CCMC API MIL
D 1
(am 31.12.89 zurückgezogen)
SE/CC 46 152 E
D 2
(Nachfolge-Spezifikation ist D 4)
CD 2140F
D 3
(Nachfolge-Spezifikation ist D 5)
SHPD-Super High Performance Dieselmotorenöle
D 4
(ersetzt ab 1.1.90 D 2)
für Dieselmotoren und Turbo-Dieselmotoren mit schwerer Belastung
D 5
(ersetzt ab 1.1.90 D 3)
für Dieselmotoren und Turbo-Dieselmotoren mit schwerster Belastung
SHPD-Öle für verlängerte Wechselintervalle aller in ACEA zusammengeschlossenen Nutzfahrzeughersteller
PD 2
(ersetzt ab 1.1.90 PD 1)
für PW-Dieselmotoren und -Turbodieselmotoren (Diesel-Passenger Cars)

Die aufgeführten Spezifikationen wurden per 1.1.1996 durch die neuen ACEA-Sequenzen ersetzt. Leichte 4T-Dieselmotoren: B1-96, B2-96 und B3-96. Schwere Dieselmotoren: E1-96, E2-96, E3-96 und pot. E4-96.

CENTIPOSE (cP)

Einheit der dynamischen Viskosität.

(1 cP = 1 mPa s)

CENTISTOKE (cSt)

Einheit der kinematischen Viskosität.

(1 cSt = 1 mm2/s)

CERESIN

Mikrokristalline Wachse in weicher, plastischer, fester und harter Konsistenz, in Farben von weiss bis gelb, je nach Verwendungszweck mehr oder weniger paraffinhaltig.

CETANZAHL (CZ)

Masszahl zur Kennzeichnung der Zündwilligkeit von Dieselkraftstoffen. Sie gibt an, wieviel Volumenprozent Cetan in einer Mischung mit alpha-Methylnaphthalin enthalten sind, bei der der

gleiche Zündverzug wie bei dem zu prüfenden Dieselkraftstoff festgestellt wird: DIN 51 773.

CLOUDPOINT

Ist die Temperatur, bei welcher ein blankes flüssiges Produkt unter festgelegten Prüfbedingungen durch die Ausscheidung von Paraffinkristallen trüb oder wolkig wird. Bestimmung des Cloudpoints: DIN ISO 3015.

COKEN

Bei der Vakuumdestillation und in verschiedenen Crackanlagen entstehen Rückstände, die schwerer sind als das schwere Heizöl. Durch eine Vorbehandlung im Coker, vor weiteren Verarbeitungsverfahren, werden unerwünschte Stoffe, wie Metallverbindungen, Schwefel, Stickstoffverbindungen usw. entfernt.

COMPOUNDIERTE ÖLE

Gemische von Mineral- und Fettölen. Art und zugesetzte Fett-Öl-Menge richtet sich nach Einsatz des compoundierten Öles (Schneidöle, Marineöle, Zylinderöle, Schmieröle, usw.).

CRACKVERFAHREN

Cracken nennt man das Spalten (Aufbrechen) von Kohlenwasserstoffmolekülen. Crackverfahren sind petrochemische Verfahren, die durch thermische und/oder katalytische Spaltung grosser Kohlenwasserstoffmoleküle, hervorgerufen durch innere Schwingungen, neue kleinere Kohlenwasserstoffmoleküle entstehen lassen.

d

DEFOAMENTS

Antischaumzusätze für Schmiermittel und Kühlschmierstoffe.

DEMULGATOREN

Anionaktive Verbindungen wie Alkali- oder Erdalkalisalze. Um die Bindung von teilweise sehr stabilen Wasser-in-Öl-Emulsionen durch Wasserzutritt in bestimmten Schmierölen zu verhindern, müssen Demulgatoren verwendet werden.

DEMULGIERVERMÖGEN

Fähigkeit von Schmierölen, Wasser abzuscheiden, bzw. eine Vermischung (Emulsion) zu verhindern. Die Prüfung des Demulgiervermögens von Schmierölen und Hydraulikflüssigkeiten auf Mineralölbasis geschieht nach DIN 51 599. Demulgierende Eigenschaften: DIN ISO E 6614

DESTILLATION

Bei der Destillation von Rohölen und Mineralölvorprodukten werden die verschiedenen Kohlenwasserstoffgemische in Fraktioniertürmen nach Verdampfung und nachfolgender Kondensierung, d.h. physikalischer Trennung, in bestimmte Siedebereiche (Fraktionen) aufgeteilt. Es werden zwei Destillationsarten unterschieden:

  1. Atmosphärische Destillation
    Das bis auf max. 360 °C aufgeheizte Rohöl wird in den Fraktionierturm eingeleitet. Die nach oben strömenden Kohlenwasserstoff-gase kondensieren dann in übereinander angebrachten Glockenböden. Mehrere Glockenböden, sog. Fraktionen (Siedebereiche), werden dann zusammengefasst abgezogen. Die Produkte der atmosphärischen Destillation sind Leicht- und Schwerbenzin, Petroleum, Gasöl sowie ein Rückstand.
     
  2. Vakuumdestillation
    Der Rückstand der atmosphärischen Destillation wird auch auf ca. 360 °C erhitzt und in einen Fraktionierturm mit Vakuuum geleitet. Die Produkte sind verschiedene Schmieröldestillations-fraktionen, wie leichte und schwere Spindelöle, Zylinderöle, Vakuum-Rückstand zur Herstel-lung von Brightstock, Bitumen, schweres Heizöl usw.

DETERGENT- UND DISPERSANT-ZUSÄTZE (D/D)

Succinimide, neutrale Metallsulfonate, Phosphate, polymere Detergentien usw. – diese Additives haben in Motorenölen (HD-Wirkstoffe) die Aufgabe, ölunlösliche Verbrennungs-rückstände (Russ, Koks usw.) sowie harz- und asphalthaltige Oxidations- produkte am Zusammenballen zu hindern, in der Suspension (Schwebe) zu halten, damit Schlammablage-rungen und Öleindickungen vermieden werden.

DIN

Deutsches Institut für Normung e. V.: bei Mineralölprodukten Normen über Eigenschaften, Anforderungen und Prüfverfahren für Hersteller, Anwender und Verbraucher.

DISPERSIONSGRAD

Ist eine Feinheit der Teilchengrösse in einer Dispersion. Je kleiner die Teilchengrösse in einer Dispersion ist, je transparenter erscheint sie. Für Kühlschmierstoff-Emulsionen/Suspensionen liegt die Teilchengrösse je nach Art zwischen 0,1 und 10 µm.

DOT

Department of Transport; legt die Richtlinien für Bremsflüssigkeiten DOT 3, 4 und 5 fest.

DRAHTSEIL–SCHMIERSTOFFE

Schmierfette und Spezialschmierstoffe zum Schmieren und Konservieren von Drahtseilen; meist zur besseren Benetzung vorgelöst einzusetzen.

e

EINFAHRÖLE

Schmieröle zum Einlaufen neuer Maschinen, Motoren usw., um möglichst kontrolliert durch die chem.-physik.-Vorgänge die Rauhigkeitsspitzen zu glätten bzw. einzuebnen, damit ein grösserer Traganteil der aufeinander gleitenden Flächen erreicht wird.

EMCOR-TEST

In diesem Emcor-Verfahren soll geprüft werden, welchen Schutz gegen Korrosion Schmierfette in Wälzlagern, Gleitlagern und Gleitflächen in Gegenwart von Wasser unter möglichst betriebsnahen Bedingungen beim Werkstoff geben: DIN 51 802.

EMISSIONEN

Schadstoffmengen, die aus Schornsteinen, Auspuffanlagen usw. in die Atmosphäre abgegeben werden und die Luftverunreinigung verursachen.

EMULGATOREN

Fettsäuren, Fettseifen, Ammoniumsalze, Sulfon- und Naphthensäuren usw.; sie werden eingeteilt in anionaktive-, kationaktive und nichtionogene Emulgatoren. Emulgatoren sind oberflächenaktive Stoffe, die durch Herabsetzung der Grenzflächenspannung des Wassers die Bildung und Haltbarkeit einer Emulsion bewirken. Man unterscheidet Öl-in-Wasser-Emulsionen (meistens) und Wasser-in-Öl-Emulsionen.

EMULGIERBARKEIT

Die Neigung eines Synthese- oder Mineralöles bzw. eines legierten oder compoundierten Öles, mit Wasser eine Emulsion zu bilden.

EMULSION

Mischung nicht löslicher Stoffe; bei Mineralölen z.B. mit Wasser unter Mitwirkung von Emulgatoren; meist als Öl-in-Wasser-Emulsion vorkommend, möglich aber auch als Wasser-in-Öl-Emulsionen.

ENGLER (E)

Konventionelles Mass zur Kennzeichnung der Viskosität; gemessen wird die Ausflusszeit eines Öles aus einem bestimmten Gefäss; das Verhältnis der relativen Ausflusszeit des Öles zu dem von Wasser bei 20°C ist das Engler-Grad.

EP-SCHMIERSTOFFE

Extreme Pressure-Schmierstoffe; bei Schmierölen oder Schmierfetten, die EP-Wirkstoffe (polare oder metallaktive Zusätze bzw. Festschmierstoffe usw.) enthalten, um ein höheres Lastaufnahmevermögen zu ermöglichen, z.B. in Motoren-, Getriebe- (Hypoid), Hydraulik-, Schneidölen usw.

ERDGAS

Kommt im Erdöl sowie in gesonderten Erdgaslagern im Erdinnern vor; Hauptbestandteil ist Methan.

ERDÖL

Im Erdinneren in porösen Speichergesteinen, aus tierischen und pflanzlichen Fetten mittels Temperatur und Druck sowie katalytischen Wirkungsmechanismen entstandene Kohlenwasserstoffgemische mit geringen Anteilen an Sauerstoff, Schwefel, Stickstoff und Metallen; man unterscheidet paraffinbasische, naphthenbasische und gemischtbasische Erdöle.

ESTER

Verbindungen zwischen Säuren und Alkoholen unter Wasseraustritt (Aldol-Kondensation oder Oxosynthese). Ester höherer Alkohole mit zweiwertigen Fettsäuren bilden die sogenannten Esteröle; synthetische Schmieröle, die je nach Art bestimmte Vorteile gegenüber mineralischen Schmierölen aufweisen.

EXTREME PRESSURE (EP) HOCHDRUCKZUSÄTZE

Organische Phosphate, Chlor-, Schwefel- und Stickstoff-Verbindungen usw. zur Erhöhung des Lastaufnahmevermögens und zur Herabsetzung des Verschleisses im Mischreibungsgebiet. Getriebe-, Motoren-, Hydraulik-, Schneidölen usw. werden sogenannte EP-Additives zugesetzt. Diese verhindern Verschleiss und verbessern die Gleitfähigkeit der sich aufeinander bewegenden Metalloberflächen.

f

FEDERFETTE

Schmierfette zum Schmieren von Blattfedern, meistens mit MoS2 oder Graphit versehen.

FESTSCHMIERSTOFFE

Werden meist nur für Schmieraufgaben unter extremen Bedingungen (z. B. beim Betrieb im Mischreibungsgebiet) eingesetzt und benötigt. Die bekanntesten sind Graphit, Molybdändisulfid, verschiedene Kunststoffe wie z. B. Polytetrafluorethylen, usw. Die Verwendung erfolgt direkt als Pulverform, in Suspensionen, Pasten, Metallfilmen, Lacken und Kunststoffen.

FLAMMPUNKT

Ist die niedrigste Temperatur, bei der sich in einem offenen bzw. geschlossenen Tiegel aus einer zu prüfenden Flüssigkeit unter festgelegten Bedingungen Dämpfe in solcher Menge entwickeln, dass sich im Tiegel ein durch Fremdzündung entflammbares Dampf-Luft-Gemisch bildet, kurz aufflammt und wieder erlischt: DIN 51 755 T2, DIN ISO 2592, DIN pr EN 57 – siehe auch Brennpunkt.

FLIESSVERHALTEN

Das Viskositätsverhalten einzelner Stoffe kann man in Fliesskurven (Rheogrammen - Zusammenhang zwischen Geschwindigkeitsgefälle und Schubspannung) oder Viskositätskurven (Darstellung der Viskosität h zur Schubspannung) darstellen. Die Form des Fliessverhaltens richtet sich nach der Art des Stoffes, z.B. Mineralöle, synthetische Flüssigkeiten, Schmierfette usw.

FLIESSVERMÖGEN

Verhalten von Schmierölen (Fliessvermögen) bei Temperaturen unter 0°C. Bestimmung des Fliessvermögens (U-Rohr-Verfahren): DIN 51 568.

FLOCKPUNKT

Ist die Temperatur in °C für Kältemaschinenöle, bei der beim Abkühlen in einem homogenen Gemisch von Kältemaschinenöl und Kältemittel im Verhältnis 10 zu 90 (Massenanteile) im durchfallenden Licht die ersten Ausscheidungen in Form einer milchigen

Trübung oder als Flocken sichtbar werden: DIN 51 351.

FLUGMOTORENÖLE

Motorenöle, die in ihrer Verarbeitung und Zusammensetzung den besonderen Anforderungen im Flugmotor angepasst sind, meist Syntheseöle.

FLÜSSIGKEITSREIBUNG

Liegt vor, wenn aufeinanderliegende Reibflächen durch einen Schmierstoff vollständig getrennt sind, so dass keinerlei direkte Berührung mehr stattfindet. Verschleiss tritt nicht mehr auf. Die Viskosität, Temperatur, Schergefälle und das Druckverhalten des Schmierstoffes bestimmen die Flüssigkeitsreibung.

FORMENÖLE

a) Formen aus Holz, Metall o. ä. für die Herstellung von Beton, Keramiken, Dachpfannen usw. werden mit dünnen Ölen oder Emulsionen zum guten Lösen der geformten Teile eingefettet.

b) Kernöle zum Mischen mit Formsand.

FRAKTIONEN

Kohlenwasserstoffgemische mit unterschiedlichen Siedebereichen der atmosphärischen und Vakuum-Destillation. Siehe Destillation.

FRIKTION-MODIFIER (FM)

Siehe Reibwertverbesserer.

FROSTSCHUTZ

Kühlstoffe, die als Konzentrate etwa 90% Ethylenglykol sowie Propylenglykol, Inhibitoren, Additive, Farbstoffe und eine geringe Menge Wasser enthalten. Die Kühlmittel-Spezifikationen sind sogenannte Hausspezifikationen der einzelnen Fahrzeughersteller, diese Schreiben auch die Mischungsverhältnisse vor.

FUNKENEROSIONSÖLE

Werden verwendet bei der funkenerosiven Bearbeitung von meistens sehr harten Metallen als Dielektrikum. Sie müssen gut isolieren, Werkzeug und Werkstück kühlen und sollten leichtionisierbar sein. Geringe Verdampfungsneigung, hoher Flammpunkt, Oxidationsstabilität, Haut- und Dichtungsverträglichkeit, chemisch neutral, hoch ausraffiniert, aromatenarm sind einige Punkte, die gute Produkte auszeichnen. Die Viskosität liegt bei ca. 2 bis 4,5 mm2/s bei 40°C.

FURFUROL-VERFAHREN

Selektive Extraktion von Flüssigkeiten, insbesondere Mineralölen durch Furfurol. Siehe auch Duo-Sol-Verfahren.

g

GALLONE

Hohlmass, englische Gallone = 4,54 Liter; amerikanische Gallone = 3,79 Liter.

GASMOTORENÖLE

Speziell für die besonderen Eigenarten und teilweise aggressiven Bestandteile der verschiedenen Gase (Klär-, Erd-, Raffgas, Propan/ Butan usw.) legierte Motorenöle.

GASOLINE

a) Amerikanische Bezeichnung für Benzin

b) Leichtbenzin mit Siedebereich von ca. 30 bis 80°C

GEBLASENE ÖLE

Fette Öle mit heisser Luft von ca. 80 bis 120°C geblasen; dadurch tritt eine Molekularvergrösserung und Verdickung ein.

GETRIEBEFETTE

Getriebefliessfette, meist natronverseifte, aber auch Al- und Ca-Seifenfette; langziehende weiche bis halbflüssige Fette (NLGI 0, 00, 000, und 1) für Getriebe und Getriebemotoren mit einfachen Wellenabdichtungen; teilweise EP-legiert; DIN 51 826 Konsistenz-Einteilung für Schmierfette DIN 51 818.

GEWINDESCHNEIDÖLE

Nichtwassermischbare Kühlschmierstoffe (Metallbearbeitungsöle) für zerspanende Metallbearbeitung. Sie haben die Aufgabe zu schmieren, die Wärme abzuführen und den Spantransport zu übernehmen.

GLYKOLE

Zweiwertige Alkohole, z.B. Ethylenglykol als Kühlerfrostschutz oder bestimmte Polyglykole zur Flugmotorenschmierung.

GRAPHITFETTE

Schmierfette mit Graphitzusatz.

GRENZREIBUNG

Tritt auf, wenn bei einem Reibungsvorgang der Schmierfilm durchbrochen oder zerstört wird. Durch Reibungsverhältnisse, wie Druck oder Geschwindigkeit, kommt es zur Berührung der Werkstoffpaarung. Beim An- und Abfahren und wechselnder Drehrichtung lässt sich das Grenzreibungsgebiet, bevor es zur Bildung eines tragenden Schmierstoffilmes kommt, nicht vermeiden.

GRUNDÖLE/BASISÖLE

Wesentliche Anteile von Mineralölen bzw. Syntheseölen in gemischten bzw. legierten Schmierölen wie Motoren-, Getriebeölen usw. oder in Produkten, die Schmierölanteile enthalten wie z.B. Schmierfette. Art und Menge von Grundölen in einem Produkt sind mitentscheidend für Viskositäts-Temperatur-Verhalten, Oxidationsbeständigkeit, Ansprechbarkeit der Additivierung, Reibungsverhalten usw.

h

HAFTFÄHIGKEITS-VERBESSERER

Hochmolekulare Kohlenwasserstoffe, hochpolymere Verbindungen, Aluminiumseifen usw., die eine Erhöhung der öleigenen Kohäsion bewirken sollen. Verstärkung des Haftvermögens von Ölfilmen auf Metalloberflächen durch strukturviskose Eigenschaften, meist mit Viskositäts-erhöhung verbunden.

HAFTSCHMIERÖLE

Schmieröle mit Haftfähigkeitsverbesserern; zähklebrige, oft bitumöse, hoch viskose Schmierstoffe, die auch vorgelöst verwendet werden.

HEAVY-DUTY-MOTORENÖL (HD-ÖL)

Motorenöl, das durch Wirkstoffzusätze (Additives) speziell den schweren Anforderungen in Diesel- und Otto-Motoren angepasst ist.

HEISSLAGERSCHMIERFETTE

Die neuere Bezeichnung ist Hochtemperaturfette; Lithiumfette können für Dauertemperaturen bis ca. 130 °C und Spitzentemperaturen bis ca. 140 °C eingesetzt werden; Bentonitfette können für Dauertemperaturen bis ca. 160 °C und spezielle MoS2-, Silikon- und Synthesefette bis max. 260 °C verwendet werden.

HEIZÖLE

Sind flüssige Brennstoffe, die für unterschiedliche Brennzwecke geeignet sein müssen. Heizöl EL ist ein extra leichtflüssiger Brennstoff, der aus Kohlenwasserstoffen (Mitteldestillat) besteht. Kohlenwasserstofflösliche Wirkstoffe können enthalten sein: DIN 51 603 T 1.

Heizöl L, T und M sind flüssige Brennstoffe aus Erdöl, Schieferöl, Steinkohlen- oder Braunkohlenteeren: DIN 51 603 T 2.

Heizöl S ist ein schwerflüssiger Brennstoff aus der Verarbeitung von Mineralöl- und Mineralölprodukten: DIN 51 603 T 3.

Heizöl ZT und C sind flüssige Brennstoffe aus der Verarbeitung von Schieferöl, Aromatenfraktionen, Steinkohlen- und Braunkohlenteeren: DIN E 51 603 T 4.

Heizöl SA ist ein schwerflüssiger schwefelarmer Brennstoff aus der Verarbeitung von Mineralöl und Mineralölprodukten.

HL

Sind Hydrauliköle (Druckflüssigkeiten) aus Mineralölen mit Wirkstoffen zum Erhöhen des Korrosionsschutzes und der Alterungsbeständigkeit: DIN 51 524 T 1.

HLP

Sind Hydrauliköle (Druckflüssigkeiten) aus Mineralölen mit Wirkstoffen zum Erhöhen des Korrosionsschutzes, der Alterungsbeständigkeit sowie zur Verminderung des Fressverschleisses im Mischreibungsgebiet: DIN 51 524 T 2, VDMA 24 318.

HLPD

Sind Hydrauliköle mit detergierenden Zusätzen.

HOCHDRUCK-SCHMIERMITTEL

Schmieröle und –fette mit Hochdruckzusätzen (Extreme Pressure-EP), die bei Grenzreibung grösseren Verschleiss bzw. Anfressen verhindern; die Wirkstoffe sind polare Zusätze, Chlor-, Schwefel-, Phosphorverbindungen usw. in locker gebundener Form; es entstehen u.a. bei Reibung Metallsalzschichten; diese verhindern die direkte Berührung von Metall auf Metall. (siehe EP-Schmierstoffe).

HONÖLE

Dünnflüssiges Schneidöl für den Honvorgang bei der Metallbearbeitung; Viskosität ca. 6 bis 10 mm2/s bei 20 °C; entscheidend sind: Honart, Geschwindigkeit, Material, Honsteine usw.

HVLP

Sind Hydrauliköle (Druckflüssigkeiten) aus Mineralölen mit Wirkstoffen zum Erhöhen des Korrosionsschutzes, der Alterungsbeständigkeit, zur Verminderung des Fressverschleisses im Mischreibungsgebiet sowie zur Verbesserung des Viskositäts-Temperatur-Verhaltens: DIN 51 524 T 3.

HYDRAULIKÖLE

Alterungsbeständige, dünnflüssige, nichtschäumende, hochraffinierte Druckflüssigkeiten aus Mineralöl und/oder Syntheseöl mit tiefem Stockpunkt für den Einsatz in Hydraulikanlagen, vorwiegend mit hydrostatischem Antrieb; sie dürfen in Hydraulikanlagen mit hydrodynamischem Antrieb verwendet werden, soweit sie den Anforderungen dieser Antriebe entsprechen.

HYDRIERUNG

Ist die Bezeichnung für die unter Freisetzung von Energie ablaufende Einführung von Wasserstoff in eine chemische Verbindung, z.B. Anlagerung von Wasserstoff an Kohlenstoff- bzw. Kohlenwasserstoff-Verbindungen; Verbesserung von Mitteldestillaten, Schmierölen usw.; spaltende Hydrierung ist die Zerlegung von schweren Ölen zu leichteren Kohlenwasserstoffverbindungen bei Anlagerung von Wasserstoff.

HYDRODYNAMISCHE SCHMIERUNG

Liegt vor, wenn während des Bewegungsablaufs vollständige Trennung der Gleitflächen durch einen Schmierstoffilm erreicht ist.

HYPOID-GETRIEBEÖLE

Hochdruckschmieröle mit EP-Zusätzen zur Schmierfähigkeitsverbesserung und zur Vermeidung der Fressneigung; in der Hauptsache eingesetzt bei Achsantrieben für Kraftfahrzeuge, bei denen spiralverzahnte und achsversetzte Kegelradantriebe (Hypoidgetriebe) vorkommen.

i

IMPRÄGNIERÖLE

Wird zur Konservierung von Holz benutzt, z.B. Imprägnierung von Eisenbahnschwellen und zum Tränken von porigen Stoffen wie Isoliermaterial, Papier, Leder usw.

INHIBITOREN

Alterungsschutzstoffe (Hemmstoffe), die bestimmte Reaktionen verzögern bzw. verhindern; werden gegen Alterungs- und Korrosionsvorgänge in Kraft- und Schmierstoffen verwendet.

ISO

International Organisation for Standardisation. Klassifiziert Schmierstoffe, Industrieöle und verwandte Erzeugnisse (Klasse L). Diese Klassifikation besteht aus 18 Familien, denen die Erzeugnisse entsprechend ihrer Verwendung mit Buchstaben von A bis Z zugeordnet sind. Des Weiteren definiert die ISO-Viskositätsklassifikation für Industrieschmierstoffe 18 Viskositätsklassen im Bereich von 2 bis 1500 mm2/s bei 40°C.

k

KABELÖLE

Hochviskose Mineralöle zum Tränken der Papierisolation von Hochspannungskabeln; teilweise gemischt mit Wachsen, Bitumen, Harzen und Pechen (Ausgussmassen).

KALKSEIFENSCHMIERFETTE

Calciumhaltige und daher stark wasserabweisende Schmierfette eignen sich als Kurbelfett, Rollenfett, Hydraulikschmierfett, Achslagerfett von –20°C bis 70°C.

KÄLTEVERHALTEN

Von Mineralölprodukten – siehe Cloudpoint, Fliessverhalten, Flockpunkt, Pourpoint und Trübungspunkt.

KALTSCHLAMM

Bildet sich im Kurbelgehäuse von Motoren durch Verbrennungsprodukte und Kondenswasser, die mit geringer Belastung und niedrigen Betriebstemperaturen laufen.

Kaltschlamm kann zu vorzeitigem Motorverschleiss und Motorschaden führen.

KATALYSATOREN

a.) Stoffe, die nur durch ihre Anwesenheit eine chemische Reaktion (beschleunigend, verzö-gernd, richtungsweisend) an anderen Stoffen bewirken, ohne sich selbst zu verändern. In der Mineralölindustrie sind meist feste Katalysatoren im Gebrauch z.B. Kobalt, Molybdän, Platin, Nickel usw.

b.) Katalysatoren für Verbrennungsmotoren. Wandeln in Verbindung mit einer Lamda-Sonde und einem Steuergerät schädliche Emissionen des Abgases (Kohlenwasserstoffe CH, Stickoxide NO und Kohlenmonoxid CO) in unschädliche Emissionen (Wasserdampf H2O, Kohlendioxid CO2 und Stickstoff N).

KAVITATION

Hohlraumbildung kann auftreten, wenn durch Strömung oder Schwingungen der Unterdruck in einem Aggregat unter den Dampfdruck der verwendeten Flüssigkeit absinkt. Beim Nachlassen des Unterdruckes kommt es zur schlagartigen Verflüssigung (Implodieren) der sich gebildeten mikroskopischen Bläschen: Zerstörung von Metallen, Lagern, Zahnrädern usw. ist die Folge.

KERNFRAKTIONEN

Sind Fraktionen mit engbegrenzten Siedebereichen der Vakuumdestillation für Schmieröle, an die bestimmte Grundöl-Qualitätsanforderungen gestellt werden.

KERNÖL

Ist ein bestimmtes Formenöl zur Herstellung der Kerne in einer Giesserei.

KEROSIN

Englische Bezeichnung für Petroleum und Flugkraftstoffe (Düsenkraftstoffe). Eingeteilt in verschiedene Qualitätsklassen (JP 1 bis JP 8).

KOLLOID

Leimförmig, kleinste Teilchen, die sehr fein in einem anderen Stoff verteilt sind (Seifenlösungen, Ölemulsionen, Suspensionen) usw.

KONSERVIERUNGSMITTEL

Imidazoline, Amidoacetate usw. In wassergemischten Kühlschmierstoffen (z.B. Öl-in-Wasser-Emulsionen) können sich während des Gebrauches gute Nährböden für Pilze, Hefen und Bak-terien entwickeln, die verschiedene Probleme zur Folge haben (Korrosion, Geruch usw.). Kon-servierungsmittel sollen eine Verbreitung entsprechender Keime verhindern. Ständige Kontrollen der Keimzahlen sind wichtig.

KONSISTENZ

Mass für die Verformbarkeit von Schmierfetten; Konsistenz-Einteilung von Schmierfetten (NLGI-Klassen) nach: DIN 51 818. Bestimmung der Konuspenetration: DIN ISO 2137; DIN 51 804 T 2 (siehe Penetration).

KORROSIONSINHIBITOREN

Hochalkalische Metallsulfonate und -phenate. Sie unterbinden die Entstehung von Rost auf den Metalloberflächen durch Bildung von Oberflächenfilmen (Absorbtion von polaren oberflächen-aktiven Stoffen, die chemisch und physikalisch wirken, und damit den Wasser- und Sauer-stoffzutritt zur Metalloberfläche verhindern) und/oder durch Neutralisierung der Säuren.

KORROSIONSSCHUTZFETTE UND -ÖLE

Öle und Fette zum Schutz von korrosionsempfindlichen Metalloberflächen gegen den Angriff von Feuchtigkeit und Luftsauerstoff.

KRAFTSTOFFE

Alle gasförmigen und flüssigen brennbaren Stoffe, die sich zum Betrieb von Verbrennungskraftmaschinen eignen: Raffgas, Kokereigas, Klärgas, Erdgas, Speichergas, Treibgase, Generatorgas, Ottokraftstoffe, Traktorenkraftstoff, Dieselkraftstoff und Flugkraftstoffe usw.

KÜHLÖLE

Öle zur Wärmeabfuhr bei den verschiedensten Anlagen, z.B. Gleichrichtern usw.

KÜHLSCHMIERSTOFFE

Schmierstoffe zum Kühlen und Schmieren beim Trennen und teilweise Umformen von Werk-stoffen; Schneidöle, Metallbearbeitungsflüssigkeiten, wassermischbare und wassergemischte Kühlschmierstoffe, Öl-in-Wasser- und Wasser-in-Öl-Emulsionen usw. Begriffe: DIN 51 385; Prüfung der Korrosionsschutzeigenschaften: DIN 51 360 T ?; Beständigkeit der Emulgierbarkeit: DIN 51 367; Bestimmung des mit Säure abscheidbaren Anteils: DIN 51 368, pH-Wert: DIN 51 369.

l

LANOLIN

Gereinigtes Wollfett von Schafen zur Salbengrundlage von Kosmetika, zur Fettung von Textil- und Lederwaren und als Rostschutzmittel in der Anwendung.

LEGIERTE SCHMIERSTOFFE

Schmieröle oder Schmierfette, die einen oder mehrere Wirkstoffe (Additive) zur Verbesserung spezieller Eigenschaften enthalten (siehe Wirkstoff) z.B. Alterungsstabilität, Viskositäts-Temperatur-verhalten, Reinigungs- und Dispergierwirkung (Detergent, Dispersant) Tragfähigkeit bzw. Verschleissverhinderung, Korrosionsschutz usw.

LEICHTBENZIN

Siedefraktion des Benzins bis ca. 100°C.

LEICHTLAUF-ÖLE

PW-Motoren- oder Getriebeöle, die gegenüber konventionellen, z.B. SAE 15W/40 Motoren-ölen oder SAE 80W/90 Getriebeölen im Betrieb durch Reibungsverminderung Kraftstoff einsparen, ein besseres Anspringen der Motoren im Tieftemperaturbereich ermöglichen und eine schnellere Durchölungszeit bei den verschiedenen Aggregaten gewährleisten. Sogenannte Fuel-Economy-Öle und Fuel Efficient Oils (FEO). Die Reibungsverminderung kann erreicht werden durch Herabsetzen der Viskosität, Verwendung bestimmter synthetischer Grundöle und/oder den Zusatz von reibungsvermindernden Wirkstoffen. Anforderungen an Leichtlauf-motorenöle gemäss CCMC-Spezifikationen G 5, Ilsac GF-1 (API SG oder SH mit EC II).

LEICHTÖLE

a) Zolltechnische Bezeichnung für leicht siedende Mineralöle (Petroleum, Benzin, Testbenzin).

b) Teeröle mit einem spezifischen Gewicht von etwa 0,930 kg/l.

LIMITED SLIP (BEGRENZTER SCHLUPF)

LS-Wirkstoffe werden z.B. in Hypoid-Getriebeölen für Sperrdifferentiale und ATF’s eingesetzt (siehe Reibwertverbesserer).

LITHIUM-SCHMIERFETTE

Schmierfette, die durch Verseifung von Ölen mit Lithium-12-Hydroxystearat hergestellt werden; sie haben eine gute Wasserbeständigkeit und einen grossen Temperatur-Einsatzbereich, sind meist mit AO, AC und EP-Wirkstoffen legiert und werden oft als Mehrzweckfette genannt. Hoher Tropfpunkt, Einsatztemperatur – 25° bis 130°C.

LUFTFILTERÖLE

Geruchsfreie und alterungsbeständige Öle zur Reinigung der angesaugten Luft (20 – 100 mm2/s40). Für spezielle Anlagen müssen Weissöle verwendet werden.

m

MARINE-DIESELMOTORENÖLE

Je nach Motortyp, Drehzahl, Betrieb und Kraftstoff verwendet man auf Hochseeschiffen verschiedene Marine-Dieselmotorenöle:

a) Für stationäre Dieselmotoren und schnelllaufende Tauchkolben-Dieselmotoren und den Betrieb mit Dieselkraftstoff können Motorenöle nach API CD verwendet werden.

b) Für mittelschnelllaufende Tauchkolben-Dieselmotoren, die Rückstandsschweröle als Kraftstoff einsetzen, sollten Marine-Dieselmotorenöle mit sehr guten Detergent-Dispersant-Eigenschaften, guter thermischer und oxidativer Beständigkeit verwendet werden.

c) Für Kreuzkopf-Dieselmotoren, die ebenfalls Rückstandsschweröle als Kraftstoffe einsetzen, sollten für die Zylinderschmierung nur hochalkalische Marine-Diesel-Motorenöle mit einem sehr guten Dispergier- und Neutralisationsvermögen eingesetzt werden.

MEHRBEREICHS-MOTOREN- UND GETRIEBEÖLE

Sind Schmieröle, die durch ihr sehr gutes Viskositäts-Temperatur-Verhalten für den ganzjährigen Einsatz in Kraftfahrzeugen gedacht sind: sie überdecken mehrere SAE-Klassen, für Mehrbereichs-Motorenöle:

5W-30, 10W-30, 5W-40, 15W-50 usw.,

VI ca. 130 bis 170. Für Mehrbereichs-Getriebeöle: 75W-90, 80W-90, 85W-140 usw.,

VI ca. 115 bis 170.

MEHRZWECKÖLE

Sind Industrieschmierstoffe, die durch spezielle Additives die Anforderungen verschiedener Werkzeugmaschinen-Aggregate erfüllen. Sie können somit als Getriebeöle, Gleitbahnöle, Schneidöle usw. eingesetzt werden.

METALL-DESAKTIVATOREN/PASSIVATOREN

Zinkdialkyl-Dithiophosphate; Metallphenate; organische Stickstoff- und Schwefel-Verbindungen, Amine, Benzotriazole, Derivate, gewisse Seifen usw. Die Wirkung beruht auf Bildung von Oberflächenfilmen, so dass Metalloberflächen nicht katalytisch die Öloxidation fördern können.

METALLBEARBEITUNGSÖLE

Sammelbegriff für Schneidöle, Walzöle, Ziehöle und Bohröle, wassermischbar und nichtwassermischbar, genormte Bezeichnung ist Kühlschmierstoffe. Deren Hauptaufgaben sind je nach Anwendung: Schmierung, Kühlung, Spantransport, Korrosionsschutz usw. (siehe Kühlschmierstoffe).

METALLSEIFEN

Metalle und deren Verbindungen reagieren mit Fettsäuren und bilden Metallseifen; diese werden eingesetzt als EP-Zusätze in Schmierölen und als Dickungsmittel in Schmierfetten.

METHAN – CH4

1. Molekül der paraffinischen (Alkane) Kohlenwasserstoffreihe; Hauptbestandteil vom Erdgas; auch enthalten im Raffineriegas, Kokereigas usw.

MIL-SPEZIFIKATIONEN

Spezifikationen der US-Streitkräfte mit Mindestanforderungen für zu liefernde Betriebsstoffe; Motoren- und Maschinenhersteller stellen z.T. gleiche Mindestanforderungen

d.h. gem. MIL-Spezifikationen; die Erfüllung der Mindestanforderungen gilt als Qualitätsmassstab.

MINERALÖLE

Bzw. Mineralöl-Produkte sind die aus dem mineralischen Rohstoff Erdöl gewonnenen flüssigen Destillations- und Raffinations-Produkte, die hauptsächlich aus Gemischen von gesättigten und evtl. geringen Mengen ungesättigten Kohlenwasserstoffen bestehen.

MISCHREIBUNG

Ist ein Reibungszustand bei dem Grenzreibung und Flüssigkeitsreibung nebeneinander/

nacheinander vorkommen. Die Oberflächenrauheiten (Rauhigkeitsspitzen) sind teilweise getrennt, teilweise kommt aber auch Berührung vor, so dass Verschleiss entsteht.

MOLYBDÄNDISULFID (MOS2)

Ist ein Festschmierstoff mit Schichtgitter-Struktur. Bei richtiger Einarbeitung in die Metall-oberfläche kann dieser feste Körper mit lamellarer Struktur den Reibbeiwert der Oberfläche eine Zeit lang herabsetzen, der Einsatz erfolgt oft als Aufmischung in Schmierölen, Schmierfetten, Pasten usw.

MOTORENÖL

Dient zur Schmierung der Lager, des Triebwerkes, der Zylinder und des Ventiltriebs in Verbrennungskraftmaschinen. Motorenöle sind in verschiedene Viskositäten eingestuft (SAE-Klassifikationen); es gibt unlegierte und legierte Motorenöle, die je nach ihrem Legierungsgrad verschiedene Spezifikationen (z.B. MIL, ACEA) und Klassifikationen (z.B. API) erfüllen.

Wozu dient Motorenoel?

Zur Schmierung der Lager, des Triebwerkes, der Zylinder und des Ventiltriebs in Verbrennungskraftmaschinen. Motorenoele sind in verschiedene Viskositäten eingestuft (SAE-Klassifikationen); es gibt unlegierte und legierte Motorenoele, die je nach ihrem Legierungsgrad verschiedene Spezifikationen (z.B. MIL, ACEA) und Klassifikationen (z.B. API) erfüllen.

n

NÄHMASCHINENÖLE

Sehr dünnflüssiges technisches Weissöl, 7 bis 12 mm2/s bei 40°C, enthält oft geringe Feststoffzugaben.

NAPHTA

Ist die Bezeichnung für ein Rohbenzin mit einem Siedebereich von ca. 30°C bis 150°C. Die Qualität ist je nach Provenienz des Erdöles sehr unterschiedlich.

NAPHTENE

Veraltete Bezeichnung für gesättigte ringförmige Kohlenwasserstoffe, auch als Cycloparaffine oder Cycloalkane bezeichnet, meist 5 bzw. 6 Kohlenstoffatome im Ring (seltener 7 und 8).

NATRIUM-SCHMIERFETT

Schmierfett aus Natriumseife und Mineralölen; bis zu den Betriebstemperaturen von 120°C einzusetzen. Natrium-Schmierfette sind emulgierbar und an feuchten Schmierstellen nicht zu verwenden. Sie eignen sich gut zur Getriebeschmierung und als Getriebefliessfette der NLGI-Klassen 0,00,000

NATRIUMKOMPLEXSEIFEN-SCHMIERFETT

Hat gute Schmiereigenschaften, eine gute Haftfähigkeit und eine besonders geringe Ölabscheidung, daher bietet es sich besonders für schnelllaufende Lager an. Es ist jedoch wasserempfindlich.

NEUTRALÖLE

Internationale Bezeichnung für hochwertige Raffinate, z.B. Solvent-Raffinate.

NLGI

National Lubricating Grease Institute

NLGI-KLASSEN

Konsistenz-Einteilung (Penetrations-Klassen) für Schmierfette: DIN 51 818.

NLGI-Klasse Walkpenetration nach DIN ISO 2137 in 0.1 mm
000 Fliessfette
00
0
445 bis 475
400 bis 430
335 bis 385
1 weiche Fette
2
3
310 bis 340
265 bis 295
220 bis 250
4 Normalfette
5
175 bis 205
130 bis 160
6 Feste Fette 85 bis 115

NORMALSCHMIERÖLE AN

Sind reine Mineralöle, die Schmierzwecken dienen sollen, die keine besonderen Anforderungen an die Schmierstoffe stellen: DIN 51 501.

o

OKTANZAHL (OZ)

Sie ist eine Masszahl für die Klopffestigkeit eines Ottokraftstoffes, kennzeichnet das Verhalten des Kraftstoffes bei der Verbrennung im Motor. Ausreichende Klopffestigkeit eines Kraftstoffes ist die Voraussetzung für einen normalen Verbrennungsablauf – siehe Klopffestigkeit – Bezugskraftstoffe sind: n-Heptan mit OZ = 0 und Iso-Oktan mit OZ = 100, Bestimmung DIN 51 756 T 1 bis T 6.

ÖLABSCHEIDUNG

Schmierfette können bei längerer Lagerung oder erhöhter Betriebstemperatur evtl. geringe Mengen Öl abscheiden. Dieses ist normal und ohne Bedeutung. Grössere Mengen Öl dürfen jedoch nicht abgeschieden werden (sog. Ausbluten). Bedingung der Ölabscheidung unter statischen Bedingungen, DIN 51 817.

ÖLE

Man unterscheidet nach Entstehung, Herstellung und dem chemischen Aufbau:

a) tierische und pflanzliche Öle, hierbei handelt es sich um Ester oder Fettsäuren

b) mineralische Öle, die sich je nach ihrer Struktur aus Paraffinen (Alkanen), Naphthenen

(Cycloalkanen) oder Aromaten zusammensetzen

c) Syntheseöle, wie z.B. Silikonöle, Polyglykole, Ester-Verbindungen usw.

OLEFINE (ALKENE)

Ungesättigte Kohlenwasserstoffe (n- oder Iso-Alkene), die eine oder mehrere Kohlenstoffdoppel-bindungen besitzen (Alkadiene, Diene, Triene usw.); sie entstehen bei Crackprozessen; durch die Doppelbindungen neigen sie leicht zur Oxidation und Polymerisation (Harz- und Rück-standsbildung), im Namen werden sie durch -en-Endung gekennzeichnet, z.B. Ethen, Propen, Buten usw.

OLEIN

Ölsäure, Wirkstoff für bestimmte Schmierzwecke, Verbesserung der Haftfähigkeit, z.B. bei Metallbearbeitungsölen.

ÖLHARZE

Organische Sauerstoff- und/oder Schwefel-Verbindungen, die in Erdölprodukten gelöst enthalten sind; meist stark färbend; Ölharze werden an Silicagel oder Bleicherde absorbiert.

ÖLKOHLE ODER ÖLKOKS

Harte Kohle- bzw. koksartige Rückstände in Zylindern und Kolbenringnuten von Verbrennungsmotoren usw. Treten in Umlaufölen bei Alterung und dem Zutritt von Verunreinigungen sowie bei thermischer Belastung auf.

OMC

Outboard-Marine-Corporation; Hersteller von Otto-Motoren für 2- und 4-Takt-Aussenborder, Kettensägen usw.; in der OMC-Spezifikation sind Anforderungen speziell für 2-Takt-Aussenbord-Motoren festgelegt - siehe Zweitakt-Motorenöle.

OPEC

Organisation of the Petroleum Exporting Countries

OTTOKRAFTSTOFF

Besteht aus einem ketten- und ringförmigen Kohlenwasserstoffgemisch mit einem Siedebereich von ca. 30 bis 215 °C zum Betrieb von Otto-Motoren; verbleiter Ottokraftstoff: DIN 51 600; unverbleite Ottokraftstoffe: DIN 51 607, EN 228 - siehe auch Benzin.

OXIDATION

Die Oxidation ist ein Verbrennungsvorgang; es erfolgt hierbei eine Sauerstoffanlagerung an bestimmte Elemente bzw. Moleküle. Bei Kohlenwasserstoffen treten Eindickung, Lackbildung, Polymere, korrosivwirkende Radikale usw. auf.

OXIDATIONSINHIBITOREN

(Antioxidantien – AO) Zinkdialkyl-Dithiophosphate; Verbindungen von Stickstoff, Phosphor und Schwefel (Amine, Phenole in Verbindung mit Zink, Zinn, Barium, Calcium usw.). Sie verhindern oder kontrollieren die Öloxidation und die Bildung von schlamm- und lackartigen sowie korrosiven Verbindungen. Begrenzen, resp. verzögern damit den Viskositätsanstieg des Schmieröls.

p

PARAFFINAUSSCHEIDUNG (BPA)

Beginn der Paraffinausscheidung unter festgelegten Prüfungsbedingungen für Dieselkraftstoff in °C angegeben; relevante Messmethoden: Grenzwert der Filtrierbarkeit (CFPP), Cloudpoint (CP).

PARAFFINE (ALKANE)

Gasförmige, flüssige und feste kettenförmige, gesättigte Kohlenwasserstoffverbindungen; man unterscheidet Normal(n)-Paraffine mit kettenförmiger und Iso(i)-Paraffine mit verzweigter Struktur.

PARAFFINÖLE

Veraltete Bezeichnung für Paraffinum Liquidum, Weissöle und helle Mineralöle – siehe Weissöl, Vaseline.

PENETRATION

Ist ein Mass für Konsistenz (Verformbarkeit) eines Stoffes. Bei Schmierfetten ist sie die Strecke, um die ein Kegel bestimmter Abmessung senkrecht in die zu untersuchende Probe unter vorgeschriebenen Bedingungen eindringt: DIN ISO 2137, DIN 51 804 T 2 – siehe Konsistenz, Ruhepenetration und Walkpenetration

PENETROMETER

Gerät zur Bestimmung der Penetration.

PEROXIDE

Unerwünschte chemische Verbindungen, organisch und anorganisch, welche die Bildung von Harzen durch Oxidation und Polymerisation begünstigen.

PETROLEUM (KEROSENE)

Kohlenwasserstoff-Fraktion aus dem Erdöl, der Siedebereich liegt etwa zwischen 130 und 280° C, Gefahrenklasse A II oder A III je nach Fraktion. Anwendungsbereich als Leucht-, Brenn- oder Lösungspetroleum, auch Kerosene genannt: DIN 51 636.

PH-WERT

Mass für Wasserstoff (H)-Ionenkonzentration in wässriger Lösung für die saure bzw. alkalische Reaktion: pH-Wert = 7: neutral; pH > 7: alkalisch; pH < 7: sauer. Wichtig zur Kontrolle von wassergemischten Kühlschmierstoffen. Messung erfolgt mittels pH-Papier oder elektrischer Messgeräte: DIN 51 369.

PIPELINE

Rohrleitung, durch die Erdöl, Rohöl, Mineralölprodukte und andere flüssige Medien oder Gase befördert werden.

PITTINGS

Grübchenartige Erscheinungen an Zahnoberflächen infolge Materialermüdung; in der Wälzkreiszone bilden sich kleinste Risse, die sich später in kleine Vertiefungen und zu Löchern an der Oberfläche ausbilden.

PLANKTON

Das «Umhertreibende» (Griechisch); alle im Wasser freischwebenden tierischen und pflanzlichen Mikroorganismen, welche die Hauptbestandteile von Faulschlammhorizonten sind und später zur Bildung von Erdöllagerstätten führen.

PLATFORMIEREN

Katalytisches Reformieren mit platinhaltigem Katalysator von Destillatbenzinen.

POISE

Masseinheit für die dynamische Viskosität; kann aus der gemessenen kinematischen Viskosität (Stokes) durch Multiplizieren mit der Dichte der zu prüfenden Flüssigkeit bei bestimmter Prüftemperatur berechnet werden (siehe Viskosität).

POLYALPHAOLEFINE (PAO)

Sind synthetische Kohlenwasserstoffe (spezielle Iso-Paraffine mit kurzen Haupt- und langen Seitenketten), die mittels Hydrocracking-Verfahren aus Paraffin-Gatsch unter Verwendung einer bestimmten Katalysator-Technologie (Polymerisation und Copolymerisation von niedrigen Olefinen) hergestellt werden.

POLYMERISATION

Zusammenschluss ungesättigter Kohlenwasserstoffmoleküle zu einem grossen Molekül (Eindickung) unter Einfluss von Katalysatoren und Wärme (Herstellungsverfahren für synthetische Schmieröle).

POURPOINT (PP)

Der Pourpoint ist die niedrigste Temperatur, bei welcher das Öl eben noch fliesst, wenn es unter festgelegten Bedingungen abgekühlt wird. Bestimmung des Pourpoints: DIN ISO 3016.

POURPOINT-VERBESSERER

Wirkstoffe, die beim Abkühlen von Mineralölen (vornehmlich bei paraffinischen) das Zusammenballen der sich bildenden Paraffinkristalle vorerst verhindern und damit das Fliessvermögen in der Kälte verbessern.

PPM

Masseinheit: parts per million.

PREMIUMÖL

Motorenöl mit Wirkstoffen (Oxidations- und Korrosions-Inhibitoren).

PROPAN

Bei Normaltemperatur gasförmiger Kohlenwasserstoff C3H8: DIN 51 622.

PYKNOMETER

Volumengenormtes Gefäss zur Bestimmung der Dichte p: DIN 51 757

r

RAFFINAT

Durch chemische und/oder physikalische Verfahren veredeltes Destillat.

RAFFINATION

Die Kohlenwasserstoffe enthalten nach Destillation und Vakuumdestillation noch Verbindungen mit Schwefel, Sauerstoff, Stickstoff sowie andere Verunreinigungen; diese werden bei nach-folgender Raffination durch chemisch-physikalische Verfahren unter Verwendung von Lösungs-mitteln oder Säuren von den Kohlenwasserstoffen getrennt; es wird dadurch eine wesentliche Qualitätsverbesserung erreicht.

RAMSBOTTOM-TEST

Verkokungstest für Schmieröle: DIN ISO 4262; EN 8.

REDWOOD SEKUNDEN (R”)

In England gebräuchliche konventionelle Messzahl für die Viskosität, Redwood-

Viskosimeter.

REFORMIEREN

Umwandlung von Kohlenwasserstoffen (Benzin) mit niedrigen Oktanzahlen in Benzin mit hohen Oktanzahlen
a) thermisches Reformieren: Langkettige Paraffinkohlenwasserstoffe werden umgewandelt in Aromate und Olefine.
b) katalytisches Reformieren: Langkettige Paraffinkohlenwasserstoffe werden umgewandelt in Isoparaffine und Aromate.

REFRAKTOMETER

Gerät zu optischen Bestimmung (Berechnung des Lichtstrahles) des Ölgehaltes eines wassergemischten Kühlschmierstoffes (Emulsion).

REGENERAT

Regeneriertes Altöl ist das Produkt einer Aufbereitungsbehandlung von Altölen. Das geschieht durch Zentrifugieren und Filtern von Schlamm, Wasser- und mechanischen Verunreinigungen. MOTOREX verwendet grundsätzlich keine Regenerate.

REGULAR OIL

Unlegiertes Schmieröl, teilweise hochwertiges Raffinat, jedoch ohne Wirkstoffe

(Additives).

REIBUNG

Bei der Bewegung von Werkstoffpaaren aufeinander unterscheidet man folgende Reibungszustände:
a) trockene Reibung – Grenzreibung (Anlaufreibung, Festkörperreibung, Oberflächenschicht-reibung).
b) halbflüssige Reibung – Mischreibung (von Grenzreibung bis Flüssigkeitsreibung).
c) flüssige Reibung – Flüssigkeitsreibung (hydrodynamische Reibung).

RING STICKING

Verklebung und Rückstandsbildung in den Kolbenringnuten, Festkleben der Kolbenringe.

ROHÖL

Unverarbeitetes, entgastes, entsalztes, entwässertes und von festen Verunreinigungen getrenntes Erdöl.

ROSTSCHUTZÖL

siehe Korrosionsschutzfette und -öle.

ROZ

Research Oktanzahl = Masszahl für die Klopffestigkeit eines Ottokraftstoffes z.B. 95, 98 oder 100 ROZ.

RÜCKSTANDSÖLE

Beim Destillieren oder Cracken anfallende nichtverdampfte flüssige Bestandteile, Achsenöl, Brightstocks usw.

RUHPENETRATION

Bei 25°C gemessene Penetration einer Schmierfettprobe, die nicht im Fettkneter vorbehandelt worden ist – siehe Penetration, Walkpenetration.

RUSS

Reiner amorpher Kohlenstoff, der bei unvollkommener Verbrennung kohlenstoffhaltiger Brennstoffe entsteht.

s

SAE

Society of Automotive Engineers. Internationale Gesellschaft mit über 83’000 Ingenieuren aus 97 Ländern, welche den Know-how-Austausch in den Bereichen Automobile, Aviatik, Motoren, Nutzfahrzeuge, Produktion, Treib- und Werkstoffe pflegen.
Mehr unter www.sae.org/about/

SAE-KLASSEN

Einteilung der Viskositätsklassen für KFZ-Schmierstoffe, siehe untenstehende Tabellen.

SAE-Klassen für Motorenöle: SAE J 300 Mar 93

SAE-Viskositätsklasse Viskosität mPas bei Raumtemperatur °C max. Grenzpumptemperatur °C max. Viskosität bei 100°C in mm/s Hochscher-Viskosität bei 150°C mPa s(cP) min.
      min. max.  
0 W 3250 bei -30 -35 3,8 - -
5 W 3500 bei -25 -30 3,8 - -
10 W 3500 bei -20 -25 4,1 - -
20 W 3500 bei -15 -20 5,6 - -
25 W 4500 bei -10 -15 5,6 - -
20 6000 bei -5 -10 9,3 - -
30 - - 5,6 unter 9,3 2,6
40 - - 9,3 unter 12,5 2,9
40 - - 12,5 unter 16,3 2,9
50 - - 12,5 unter 16,3 3,7
60 - - 16,3 unter 21,9 3,7
      21,9 unter 26,1 3,7
1 mPa s = 1 cP; 1 mm/s = 1 cSt

SAE-Klassen für Getrieböle: SAE J 306, DIN 51 512

SAE-Viskositätsklasse Maximale Temperatur für die dynamische Viskosität (scheinbare) bei 150 000 mPas in °C Kinematische Viskosität bei 100°C in mm/s
    min. max.
70 W -55 4,1 -
75 W -66 4,1 -
80 W -12 7,0 -
85 W - 11,0 -
80 - 7,0 < 11,0
85 - 11,0 < 13,5
90 - 13,5 < 24,0
140 - 24,0 < 41,0
250 - 41,0 -
1 mPa s = 1 cP; 1 mm/s = 1 cSt

SCHALUNGSÖLE

Emulgierbares oder nichtemulgierbares Öl für Betonschalungen. Anforderungen je nach Verschalungsmaterial, Betonporösität, Betonart usw. sehr unterschiedlich.

SCHAUMNEIGUNG VON MINERALÖLEN

Die Menge (ml) an Ölschaum, die unter festgelegten Bedingungen (Durchblasen von Luft) gebildet wird, zeigt die Schaumneigung eines Öles an. Bestimmung des Luftabscheidevermögens: DIN 51 381. Bestimmung des Schaumverhaltens: DIN E 51 566.

SCHAUMUNTERDRÜCKER

Polysilikone (Silikonpolymerisate), Polyäthylenglykoläther usw. verringern die Schaumneigung bei starker Bewegung, bessere Schaumaustreibung, Förderung der Bildung grösserer, schnell zerfallender Luftblasen. Die Schaumbildung beeinträchtigt die Schmierstoffeigenschaften (Oxidation, Druckverhalten usw.) eines Schmierstoffes erheblich. Deshalb muss die Schaumbildung gezielt unterdrückt werden.

SCHERSTABILITÄT

Zur Verbesserung des Viskositäts-Temperatur-Verhaltens werden Schmierölen, Hydraulikölen usw. Viskositätsindex-Verbesserer (öllösliche Polymere) zugegeben. Diese Polymermoleküle, die eine lineare-, gitter- oder netzartige Struktur aufweisen können, sind z.T. im Hochtemperaturbereich riesige Molekülgebilde (Macro-Moleküle), die dann beim Einwirken von Scherkräften, wie sie in Getrieben oder Hydraulikanlagen vorkommen, ihre Molekülstruktur ändern bzw. auseinanderbrechen. Hierdurch tritt ein mehr oder weniger grosser Viskositätsverlust auf. Prüfung der Scherstabilität: DIN 51 382; CEC L-14-A-88; L-25-A-78; L-37-T-85; L-45-T-92.

SCHLAMMBILDUNG

Alterung von Mineralölen. Durch den Einfluss von Luft und Wasser kann es bei Mineralöl-produkten zur Bildung von Oxidationsstoffen und zur Polymerisation kommen; bei starkem Anfall werden diese Oxidationsprodukte nicht mehr im Öl dispergiert, fallen aus und bilden Schlamm.

SCHLEIFÖL

Kühlschmierstoff zum Schleifen von Metalloberflächen; meist emulgierbar und auf die speziellen Belange des Schleifvorganges eingestellt.

SCHMIERFÄHIGKEIT

Kennzeichnet die Tragfähigkeit des Schmierfilmes eines Schmierstoffes. Sie muss stets auf konkrete Bedingungen bezogen werden, wie Reibungsart, Reibungszustand, Werkstoffpaarung der reibenden Körper, Schmierung der Berührungsflächen, Geschwindigkeit und Temperatur.

SCHMIERFETTE

Sind konsistente Gemische aus Dickungsmitteln und Ölen. Man unterscheidet:

a) Metallseifen-Schmierfette (Kalk, Al-, Ba-, Li-, Na- und Komplexseifen-Schmierfette usw.), die sich aus Fettsäuren und Laugen aus Metallseifen (Dickungs- und Quellmittel) und Schmierölen zusammensetzen. Metallseifen, Schmieröle und Herstellungsprozess bestimmen die Struktur, Konsistenz, Gebrauchseigenschaft und Einsatzart.

b) Seifenfreie Schmierfette mit anorganischen Gelbildnern (Kieselgel, Silikagel, Bentonit usw.) oder organischen Dickungsmitteln (Polyethylen, Polypropylen, Polyharnstoffen usw.) und Schmierölen.

c) Synthetische Schmierfette, die sich aus organischen oder anorganischen Dickungsmitteln und Syntheseölen (Ester-, Silikon-, Polyglykol-, Polyphenyletherölen usw.) zusammensetzen.

SCHMIERÖLVERDICKUNG

Tritt vorwiegend im Dieselmotor ein: Verbrennungsrückstände wie Russ, Koks usw. können, entstanden bei unvollständiger Verbrennung, durch fehlerhafte Einspritzpumpen, Einspritzdüsen, Ventile usw., mit den blow-by-Gasen in das Motorenöl gelangen und eine Ölverdickung bewirken.

SCHMIERÖLVERDÜNNUNG

Tritt im Otto-Motor ein, wenn bei kaltem Motor der Kraftstoff am Zylinder kondensiert und dann durch das Pumpen der Kolbenringe ins Schmieröl gelangt. Die gleiche Erscheinung kann bei Kraftstoffen mit hohem Siedeende auftreten. Die Schmierölverdünnung im Motorenöl durch Benzin setzt die Viskosität herab und gefährdet somit die Schmierung. Prüfung nach DIN: 51 565.

SCHMIERPLAN

Genaue Schmieranweisung mit Wartungsanweisungen, Schmierstellenbezeichnung, Schmierstoffsorte, -menge, Intervalle usw. für die einzelnen Maschinentypen und deren Aggregate.

SCHMIERSTOFFE

Haben die Aufgabe, bei gleitendem oder rollendem Kontakt zweier sich aufeinander bewegender Punkte, Linien oder Flächen Reibung und Verschleiss zu vermindern. Man unterscheidet flüssige, plastisch-feste, feste und gasförmige Schmiermittel.

SCHNEIDÖLE

Nicht wassermischbarer Kühlschmierstoff (Metallbearbeitungsöle) für zerspanende Metallbearbeitung. Er hat die Aufgabe zu schmieren, Wärme abzuführen und den Spantransport zu übernehmen. Je nach Einsatz erfolgt die Additivierung mit S-, Cl-, Pb-,

Sn-, P- usw. Seit längerer Zeit werden jedoch grösstenteils chlor- und schwermetallfreie Schneidöle eingesetzt.

SEILFETTE

Schmierfett zur Konservierung und zum Geschmeidigmachen von Seilen aus pflanzlichen Faserstoffen aller Art. Seilfette sind immer öfters biologisch rasch abbaubar.

SELBSTENTZÜNDUNGSPUNKT

Ist die Temperatur, bei der sich ein entzündbarer Stoff ohne Fremdzündung in Abhängigkeit von Bedingungen (Temperatur, Druck usw.) und dem Sauerstoffgehalt der umgebenden Luft entzündet.

SELEKTIV SOLVENT RAFFINATION

Raffination mit Lösungsmitteln (Duo-Sol-, Edeleanu-, Furfurol- usw. Verfahren), unerwünschte Kohlenwasserstoff-Verbindungen werden aus den einzelnen Kohlenwasserstoffarten herausgelöst und abgetrennt.

SILICONE

Silicium-Oxidverbindungen, die viskos bis fest vorkommen. Die verschiedenen viskosen Silicone sind meist farblose Öle mit sehr gutem Viskositäts-Temperatur-Verhalten. Sie werden als Additive, Syntheseöle, Hydrauliköle, Isoliermittel usw. in der Mineralölindustrie verwendet. Feste Silicone sind sehr temperaturbeständig.

SOLVAT

Solvent-Neutral-Öle, Solvent-Raffinate; mit Lösungsmitteln raffinierte Mineralöle.

SPEKTROSKOPIE

Strahlungsenergien verschiedener Wellenlängen, z.B. Infrarotstrahlen, rufen bei Kohlenwasserstoffmolekülen eine reflektierte Strahlung hervor, die je nach Molekül verschieden ist und so den Molekülaufbau bzw. Additive oder Metallabrieb erkennen lässt.

SPEZIFIKATION

Vorschriften für Schmier- und Kraftstoffe, in denen physikalische und chemische Eigenschaften sowie Prüfmethoden festgelegt sind.

SPINDELÖLE

Dünnflüssiges Schmieröl zur Schmierung der Spindeln in Textilmaschinen, Viskosität etwa 10 bis 80 mm2/s bei 20°C. Und auch Schmierstoffe zur Schmierung und Kühlung von elektrisch angetriebenen Spindeln in Werkzeugmaschinen usw.

STABILISATOREN

Wirkstoffe, Inhibitoren, welche das Medium vor Alterung schützen.

STANZÖLE

Metallbearbeitungsöl zur Schonung der Werkzeuge und des Werkstückes bei Stanzen von Metall oder zum Geschmeidigmachen von zu formenden Massen wie z.B. Porzellan usw.

STAUFFERFETTE

Schmierfett zur Schmierung gering belasteter Gleitlager oder Gleitflächen bei Temperaturen bis zu 60°C.

STICK-SLIP-ZUSÄTZE

Additive (reibwertverändernde Wirkstoffe), die Getriebeölen und anderen Schmierstoffen zugegeben werden, um das Ruckgleiten (Stick-Slip) – z.B. bei Gleitbahnen an Werkzeugmaschinen – bei sehr kleinen Gleitgeschwindigkeiten zu verhindern.

STOCKPUNKT

Ist die Temperatur, bei der ein abkühlendes Öl unter vorgeschriebenen Bedingungen gerade aufhört zu fliessen. Der Stockpunkt lässt nur bedingt einen Schluss auf das Kälteverhalten eines Öles in einer bestimmten Maschine zu.

STOCKPUNKT-VERBESSERER

Polymethacrylate, Alkyl-Phenole, Napthalin mit gechlorten Paraffinen, Propylen-Copolymere usw. Die Wirkung beruht auf Verhinderung der Zusammenballung bzw. des Wachsens der Paraffinkristalle und ermöglicht daher besseres Fliessen. Das Stocken des Öles erfolgt erst bei tieferen Temperaturen – siehe auch Pourpoint-Verbesserer.

STOKES

Masseinheit für die kinematische Viskosität

1 St (Stokes) = 1 cm2/s = 100 cSt = 100 mm2/s

SYNTHETISCHE SCHMIERSTOFFE

Diese Schmierstoffe sind für besondere technische Anwendungsgebiete und spezielle Anforderungen entwickelt worden. Sie werden heute gezielt für Hochleistungsmotoren und

-aggregate vorgeschrieben und auch für Sonderzwecke verwendet, wie z.B. bei Anforderungen wie Feuerresistenz, Hochtemperaturstabilität, Tieftemperaturverhalten, Resistenz gegen radioaktive Strahlung, Verdampfungsverlust, Oxidationsbeständigkeit (Lebensdauerfüllungen), Hochdruckstabilität, Viskositäts-Temperatur-Verhalten usw.

Die Additive-Ansprechbarkeit der verschiedenen Synthese-Schmierstoffe ist sehr unterschiedlich und führte zur Entwicklung neuer Additive-Kombinationen, die teilweise nur für bestimmte synthetische Schmierstoffe verwendet werden können. Verwendung finden folgende Synthese-Schmieröle: Polyalkylenglykole, synthetische Kohlenwasserstoffe

(z.B. Polyalphaolefine, Dialkylbenzole, Polyisobutylene), Dicarbonsäure- und Polyol-Ester, Phosphorsäure-Ester, Silikone, Polyphenylether, Fluorkohlenwasserstoffe, usw.

t

TEILSCHMIERUNG

Infolge zu niedriger Gleitgeschwindigkeit oder zu hohem Druck erfolgt noch keine volle

Trennung der Gleitflächen, es liegt sowohl hydrodynamische Schmierung wie Berührung der Gleitflächen vor (Mischreibung) – siehe Reibung.

TIMKEN-TEST/MASCHINE

Fettprüfmaschine zur Bestimmung der Hochdruckeigenschaften von Schmierstoffen (Verschleissprüfgerät). Eine rechteckige Prüfplatte wird gegen eine laufende Welle mit aufgesetztem Wälzlagerring gedrückt; zur Beurteilung dienen die Belastung und das Aussehen der Prüfkörper.

TRIBOLOGIE/TRIBOTECHNIK

Die Tribologie umfasst die wissenschaftliche Erforschung und technische Anwendung von Reibung, Verschleiss und Schmierung unter Berücksichtigung von Konstruktion, Werkstoff-kunde, behördlichen Vorschriften etc. Die Tribotechnik befasst sich darüber hinaus mit der Werterhaltung von Maschinen und Werkzeugen, der Vereinfachung des Schmierstoffeinsatzes, der Minimierung von Energieverlusten, diesbezüglichen Umweltbelangen, kostenoptimierter Produktion und zielgerichteter programmierter Wartung.

TROPFPUNKT

Der Tropfpunkt ist die Temperatur, bei der eine Probe bei Erwärmung unter Prüfbedingungen durch die Öffnung eines Nippels fliesst und auf den Boden des Prüfrohres fällt; für Schmierfette: DIN ISO 2176).

TRÜBUNGSPUNKT

Der Trübungspunkt eines Mineralölproduktes ist diejenige Temperatur in °C, bei der Paraffin oder andere Stoffe beginnen, sich beim Abkühlen nach vorgeschriebenen Bedingungen aus einem Medium, z.B. Öl, auszuscheiden.

u

UNGESÄTTIGTE VERBINDUNGEN

Kohlenwasserstoffe mit ungesättigten Doppelbindungen (Dreifachbindungen) der Kohlenstoffatome. Sie sind sehr reaktionsfreudig.

v

VAKUUMDESTILLATION

Diese Destillationsart wird bei der Herstellung von Schmierölen angewandt; da bei der Normaldruckdestillation (atmosphärische Destillation) grössere Kohlenwasserstoffmoleküle brechen (cracken) würden – siehe Destillation.

VASELINE

Natürliche oder künstliche geruchs- und geschmacksfreie Gemische aus festen und flüssigen Kohlenwasserstoffen des Erdöles. Natur-Vaseline wird aus Petrolatum durch Raffination gewonnen.

VERDAMPFUNGSVERLUST (NOACK)

Bei höheren Temperaturen (bis zu 350°C) auftretender Verdampfungsverlust eines Schmier-öles; er spielt insbesondere eine Rolle bei Motoren- und Zylinderschmierung. Bei den auftretenden hohen Temperaturen kann ein hoher Verdampfungsverlust gleichbedeutend mit einem gesteigerten Ölverbrauch sein und zu einer Veränderung der Eigenschaften des Öles führen: DIN 51 581 (Noack-Test).

VERDICHTER-SCHMIERÖLE

V-Schmieröle, auch Kompressoren-Öle genannt, die in Luftverdichtern mit ölgeschmierten Druckräumen ohne Einspritzkühlung verwendet werden. Diese Schmieröle können auch in Luftvakuumpumpen eingesetzt werden, die gegen einen höheren atmosphärischen Druck fördern. Die Schmieröle werden je nach Verwendungszweck und Verdichtungs-Endtemperaturen in verschiedene Klassen eingeteilt: DIN 51 506.

VERHARZUNG

Alterung von Mineralölprodukten durch Bildung von hochpolymeren Kondensationsprodukten.

VERSCHLEISS

Abnutzung, Abrieb usw.

VERSCHLEISSSCHUTZ ADDITIVES

Wirkstoffe, die im Mischreibungsgebiet den Verschleiss herabsetzen sollen; man unterscheidet:
a) mildwirkende Zusätze wie Fettsäuren, Fettöle (hochpolare, grenzflächenaktive Stoffe), Metall-Dithiophosphate usw.
b) Hochdruckzusätze aus Blei-, Schwefel-, Chlor-, Phosphorverbindungen usw.
c) Festschmierstoffe wie Graphit, Molybdändisulfid usw. – siehe EP-Zusätze.

VIERKUGELAPPARAT

Ölprüfgerät zur Prüfung von Schmierstoffen mit Wirkstoffen (EP-Schmierstoffe); bei vier pyramidenförmig angebrachten Kugeln dreht sich die obere; die Belastung kann bis zum Verschweissen der Kugeln gesteigert werden (Schweisslast); die Belastung in N dient als VKA-Wert; als Verschleisskennwert. DIN 51 350 T 1 / T 2 / T 3

VISKOGRAMM

Messblatt zur Ermittlung der resultierenden Viskosität bei Mischungen.

VISKOSIMETER

Geräte zur Bestimmung der Viskositäten von Flüssigkeiten; man unterscheidet: Kapillar-, Rotations-, Kugelfall-, Ausfluss-Viskosimeter.

VISKOSITÄT

(Zähigkeit) ist die Eigenschaft einer Flüssigkeit, der gegenseitigen laminaren Verschiebung (Verformung) zweier benachbarter Schichten einen Widerstand (innere Reibung, Schubspan-nung) entgegenzusetzen:DIN 1342, DIN 51 550, DIN ISO 3104.

VISKOSITÄTS-TEMPERATUR-VERHALTEN (VT)

einer Flüssigkeit ist die Abhängigkeit der Änderung ihrer Viskosität mit Änderung der Temperatur – siehe Viskositätsindex.

VISKOSITÄTSINDEX (VI)

Er ist eine rechnerisch ermittelte Zahl einer konventionellen Skala, welche die Viskositäts-änderung eines Mineralöl- bzw. Syntheseöl-Erzeugnisses mit der Temperatur charakterisiert. Ein hoher Viskositätsindex kennzeichnet eine geringere Änderung der Viskosität mit der Temperatur als ein niedriger Viskositätsindex. Berechnung des VI aus der kinematischen Viskosität: DIN ISO 2909, ASTM D 2270.

VISKOSITÄTSINDEX-VERBESSERER

Wirkstoffe (Viscosity Improver, Polymere), die im Mineralöl gelöst das Viskositäts-Temperatur-Verhalten verbessern; d.h. sie vermindern die Temperaturabhängigkeit der Viskosität; bei tiefen Temperaturen verbessern sie das Fliessverhalten, und bei hohen Temperaturen bewirken sie eine höhere Viskosität als ohne VI-Verbesserer. VI-Verbesserer sind ein wichtiger Bestandteil in Mehrbereichs-Schmierölen. Die wichtigsten Viskositätsindex-Verbesserer-Gruppen sind: Polymethacrylate (PMA), Olefincopolymere (OCP), Polyisobuthylene (PIB) und Styrol-Butadien-Copolymere (SCB) oder Styrol-Isopren-Copolymere (SIC).

VISKOSITÄTSKLASSEN

Siehe SAE-Klassen bzw. ISO-Viskositäts-Klassifikation.

VOLLSCHMIERUNG

z.B. elastohydrodynamische Schmierung bei Zahnradpaarungen oder hydrodynamische Schmierung bei Gleitlagern, bei denen aufeinandergleitende Flächen durch das Schmiermittel völlig getrennt sind.

w

WALKPENETRATION

Die Walkpenetration wird zur Kennzeichnung der Konsistenz eines Schmierfettes verwendet und gestattet eine Beurteilung der Brauchbarkeit des Schmierfettes für bestimmte Verwendungszwecke. Prüfmethode: Konuspenetration in eine vorgängig bearbeitete Schmierfett-probe. DIN 51804 T 2.

WÄLZLAGERFETTE

Schmierfett für Wälzlager, meistens lithiumverseiftes Schmierfett oder teilweise auch Natrium-seifen-Schmierfett. Für den Einsatz bei sehr starkem Wassereinfluss eignet sich Calciumseifen-Schmierfett.

WÄRMETRÄGERÖL

Temperatur- und oxidationsbeständiges Mineral- oder Syntheseöl mit hohem Flammpunkt, das als Wärmeträger zum Kühlen oder zum Erwärmen eingesetzt werden kann. DIN 51522.

WASCHPETROLEUM

Vormals Reiniger für Maschinenteile – wird heute durch moderne, VOC-freie oder -arme Reiniger ersetzt.

WASSERABSCHEIDEVERMÖGEN

Eigenschaft von Mineralölprodukten und synthetischen Produkten, Wasser abzuscheiden (Emulgierfestigkeit).

WASSERBESTÄNDIGKEIT

Zur Prüfung des Verhaltens von Schmierfetten gegenüber Wasser gibt es eine statische und eine dynamische Prüfung. Es wird untersucht, wie der Einfluss von Wasser bei verschiedenen Temperaturen auf ein Schmierfett einwirkt. DIN 51 807 T1/T2.

WASSERGEFÄHRDUNGSKLASSEN (WGK)

Es bestehen 3 Kategorien wassergefährdender Stoffe, welche aufgrund physikalischer, chemischer und biologischer Eigenschaften entsprechend ihrer Gefährlichkeit in die folgenden Klassen eingeteilt werden:
WGK 3: stark wassergefährdend
WGK 2: wassergefährdend
WGK 1: schwach wassergefährdend

WASSERMISCHBARE KÜHLSCHMIERSTOFFE

Wasserlöslicher Kühlschmierstoff, wassergemischter Kühlschmierstoff und Kühlschmier-Emulsion (Öl in Wasser) zum Kühlen und Schmieren beim Bearbeiten von Werkstoffen – siehe Kühlschmierstoff.

WEISSÖLE

Hochraffinierte, wasserklare oder leicht gelbliche Mineralöle. Man unterscheidet technische und medizinische Weissöle.

WHITE SPIRIT

Hochsiedendes Spezialbenzin mit einem Siedebereich von >55°C.

WIRKSTOFFE (ADDITIVES)

Zusätze, Additives, welche als öllösliche Stoffe Mineralölen, Mineralölprodukten

und Syntheseölen zugegeben werden. Sie verändern oder verbessern durch chemische und/oder physikalische Wirkung die Eigenschaften der Schmierstoffe, Kraftstoffe, Heizöle usw., wie Oxidationsstabilität, Fliessfähigkeit, Klopffestigkeit usw.

WOLLFETT

Wachs, das beim Reinigen der rohen Schafwolle anfällt. Wird als Zusatzmittel für Korrosionsschutzöle und -fette angewendet – siehe Lanolin.

z

ZAHNRADFETT

Gut haftendes Schmiermittel für meist offene Zahnradantriebe mit bitumöser Grundlage;

oft Zusatz von MoS2 und Graphit. Meist vorgelöst, auch in Spraydosen zur leichteren Anwendung erhältlich.

ZIEHFETT, ZIEHÖL

Schmierstoff zum Ziehen von Metallen, teilweise mit Hochdruckadditives, gefettet und emulgierend im Einsatz.

ZWEITAKT-MOTORENÖLE

Für die Schmierung von Zweitakt-Ottomotoren unterscheidet man je nach Motorart, Einsatz, Schmierungssystem, Mischbarkeit, Mischungsverhältnis, Korrosionsschutz, Reinigungswirkung, biologischer Abbaubarkeit usw. folgende Zweitakt-Motorenöle:

a) selbstmischende (vorgelöst)
b) nicht selbstmischende (nicht vorgelöst) für Frischöl-Automatik (Frischölschmierung)
c) Aussenbord-Motorenöle (Outboardöle)

Eingeteilt sind die Zweitaktöle in drei API-Leistungsklassen (American Petroleum Institute): TA, TB, TC für Mopeds, Motorroller, Motorräder usw. sowie für sonstige Landgeräte. Zudem gibt es die JASO-Spezifikationen (Japan Automobile Standards Organisation) FA, FB und FC für Motorenöle mit geringer Sulfatasche für luftgekühlte Zweitaktmotoren.

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